Im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung standen die Vorstellung der Preisträger für den Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des Höllein-Areals sowie die Vorstellung der Aktualisierung des Konzepts zum Neubau des Awo-Seniorenzentrums Redwitz. Einrichtungsleiter Steffen Coburger und Randolf Spang, Geschäftsführer des Awo-Bezirksverbandes Ober- und Mittelfranken, befanden es als gut, noch vor dem bereits geplanten Spatenstich auf die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen beim Neubau des Seniorenzentrums reagieren zu können.


Strategische Konsequenzen

Gewünscht wird seitens der Awo ein optimales Konzept für die Gemeinde. Am bestehenden Baukörper ändere sich nichts. Die anzugehenden Veränderungen betreffen das Innere. Beim Neubau heiße es, die das neue Pflegestärkungsgesetz II betreffenden Folgen und Wirkungen zu berücksichtigen. Coburger hielt die Änderungen als einen tiefgreifenden Einschnitt in die Alterspflege. Kommen werde ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, was eine Neukonzeption notwendig mache und strategische Konsequenzen nach sich ziehe.
Ein neues Angebotsportfolio wurde vorgenommen und entsprechend verändert. Der zukünftige Neubau werde eine dreigliedrige Einrichtung mit 59 vollstationären Pflegeplätzen. Neu hinzu komme ein Tagespflegebereich mit 25 Tagesplätzen sowie ein Bereich für intensives betreutes Wohnen mit 13 Appartements.
Zum Architektenwettbewerb Ortskern Redwitz schickte Bürgermeister Christian Mrosek (CSU) voraus, dass bezüglich des Höllein-Areals die Regierung von Oberfranken bei einem Gespräch mitgeteilt habe, dass die Freiraumplanungen für das Höllein-Areal beschränkt auszuschreiben seien. Allein der durchgeführte Ideenwettbewerb reiche für eine Vergabe an einen der Preisträger nicht aus. Der Gemeinderat müsse sich zunächst mit den Entwürfen auseinandersetzen und sich dann für einen Entwurf oder für eine Kombination von Komponenten aus verschiedenen Entwürfen entscheiden. So waren die drei Preisträger eingeladen, gekommen waren die beiden Sieger, WGF Landschaftsarchitekten, Nürnberg, und JOMA Landschaftsarchitektur, Bamberg, die ihre Entwürfe dem Gremium vorstellten.


Gemeinde erklärt Beitritt

Einig war sich der Gemeinderat über den Beitritt der Gemeinde Redwitz zum Verein Seniorengemeinschaft für den Landkreis Lichtenfels. Dieser wurde kürzlich gegründet. Der Verein sei tätig im Bereich der Förderung der Seniorenhilfe, der Unterstützung von Personen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Der Jahresbeitrag für die Gemeinde Redwitz als Institution betrage 50 Euro.
Als erfreulich bewertete es Bürgermeister Mrosek, dass die Förderzusage nach dem Kommunalinvestitionsprogramm für die Maßnahme des Schulverbandes Barrierefreiheit für die Albert-Blankertz-Schule vorliege. Gemeldet wurden seitens des Schulverbandes der Einbau eines Hubliftes am Haupteingang, eines Senkrechtaufzugs von der Aula hoch zum Hort, eines Treppenplattformlifts im Erdgeschoss am Übergang von der Grundschule zur Mittelschule und einer behindertengerechten Toilette im Grundschulbereich. Die vorläufige Kostenschätzung beläuft sich auf rund 370 000 Euro. Die Bewerbung war erfolgreich und die Regierung von Oberfranken habe das Projekt ausgewählt und mit einer Fördersumme von vorläufig 333 000 Euro (90 Prozent) in das Programm aufgenommen, so Mrosek.
Vereidigt als neuer Gemeinderat wurde Stefan Schmidt, (Freie Wähler) aus Mannsgereuth. Er rückt für den ausgeschiedenen Gemeinderat Gerhard Gold nach. Gold war Mitglied im Finanz- und im Rechnungsprüfungsausschuss gewesen. In der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft war er stellvertretendes Mitglied (für Alfred Leikeim). Auf Vorschlag der Freien Wähler Redwitz werden an Stelle von Gold folgende Personen benannt: Finanzausschuss Stefan Schmidt; Rechnungsprüfungsausschuss Jürgen Gäbelein, Stellvertreter VG-Versammlung Stefan Schmidt.
Befürwortet wurden vom Gemeinderat der Bauantrag von Johnson Matthey Redwitz Real Estate auf Neubau des Gebäudes 43, Energiezentrale mit Kamin und zwei Kühltürmen, sowie der Tekturplan zum Bauantrag Klaus und Melanie Hofmann, Trainau, auf den Anbau eines Kellerraumes und einer Terrasse mit Überdachung.
Keine neue Nachrichten hatte der Bürgermeister zu dem Thema P 44 oder P 44 mod. Es gelte, die zweite Konsultation abzuwarten, die voraussichtlich am 20. Juni beginnen soll. An den Badeplatz an der Rodach in Unterlangenstadt wird eine Landschaftsliege gestellt. Diese ist gefördert vom Lions Club und dem Landkreis. Ebenfalls erfreulich war die Information des Bürgermeisters, dass er den Förderbescheid für das Breitbandausbau aus den Händen von Minister Markus Söder in Nürnberg entgegennehmen werde.