Kronach — Bernd Liebhardt, CSU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, und FDP-Kreisrat Björn Cukrowski stellen, wie in der letzten Sitzung des Kreistags am 28. Juli angekündigt, für die Sitzung des Kreisausschusses am 29. September einen Antrag zum Thema Unterstützung der Potenzialanalyse für einen ICE-Systemhalt in Coburg.
Sie beziehen sich dabei auch auf ein Schreiben der IHK zu Coburg vom 9. September, heißt es in einer Pressemittelung: "Der Landkreis Kronach unterstützt nachdrücklich die Forderung nach einem ICE-Systemhalt in Coburg. Er beteiligt sich deshalb finanziell an der Potenzialanalyse zum ICE-Systemhalt Coburg mit 5000 Euro.
Im Zusammenhang mit der Potenzialanalyse wird angeregt, dass zu anderen diskutierten Varianten (Halt an der Strecke) eine Aussage getroffen werden soll."
Die Region Coburg engagiere sich seit langem für das Schienenverkehrsprojekt "ICE-Systemhalt am Bahnhof Coburg". Der geforderte Halt im Zweistundentakt habe insbesondere vor dem Hintergrund des Wegfalls des Haltepunkts Lichtenfels für den gesamten westoberfränkischen Raum und darüber hinaus hohe Bedeutung für die Anbindung an den Schienenfernverkehr, heißt es in der Begründung.
Nach mehreren Fachgesprächen mit der Deutschen Bahn AG habe bislang jedoch kein Konsens erzielt werden können, was das Fahrgastpotenzial am Bahnhof Coburg betreffe. Die IHK zu Coburg wolle deshalb gemeinsam mit Unterstützung regionaler Akteure ein Gutachten zur Ermittlung des Fahrgastpotenzials für einen zweistündigen ICE-Systemhalt beauftragen.
Da der geforderte ICE-Systemhalt auch für die Region Kronach fernverkehrstechnisch hohe Bedeutung habe, sollte der Landkreis Kronach die Forderung nicht nur ideell unterstützen, sondern auch einen finanziellen Beitrag leisten. red