Herzogenaurach — Eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit reicht dem Handball-Bezirksligisten HV Herzogenaurach, um die Partie beim Tabellenschlusslicht HC Erlangen IV ohne weiteres Zittern für sich zu entscheiden.

HC Erlangen IV -
HV Herzogenaurach 18:24

Die Gäste hatten sich einiges vorgenommen. Nach der durchaus vermeidbaren und gleichzeitig knappen Niederlage gegen den Ligaprimus TSV Winkelhaid sollten auf jeden Fall beide Punkte in die Schuhstadt geholt werden - auch wenn mit Yannick Lampert, Stephan Kreuzer, Andreas Heck, Denis Rajic und Dirk Leschke gleich fünf wichtige Spieler fehlten.
Zu Beginn zeigte sich der HVH jedoch sichtlich nervös, sodass in der Offensive der Knoten einfach nicht platzen wollte. Zusätzlich zeigte sich, wie im Spiel gegen Winkelhaid, dass die Abwehr weiterhin das Sorgenkind des HVH ist. Erlangen wusste daraus Kapital zu schlagen und so entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. In den Folgeminuten wurde die Abwehr zwar sicherer, die Torausbeute blieb jedoch deutlich unter den eigenen Erwartungen, sodass der HCE knapp vorne lag (6:5). Auch im weiteren Spielverlauf änderte sich an dem Bild nichts mehr, weshalb Herzogenaurach mit einem Tor Rückstand in die Kabine ging (11:12). Dort versuchten Spielertrainer Davor Petko/Christian Rothe ihre Spieler nochmals wachzurütteln - mit Erfolg.

Abwehr stabilisiert sich

Die zweiten 30 Minuten gestaltete der HVH komplett anders: Im Angriff wurde entweder Tempogegenstoß genutzt oder der Ball lief so lange durch die eigenen Reihen, sich die entsprechende Chance ergab. Auch die Defensive agierte deutlich stabiler. Hier ließen die Aurachstädter gerade einmal sechs Gegentreffer zu. So zogen die Gäste Tor um Tor davon und Erlangen fand keine Mittel mehr, Herzogenaurach nochmals gefährlich zu werden. Am Ende durften sich die Gäste über einen verdienten 24:18-Erfolg freuen. Nun gilt es, auf diesem Erfolg aufzubauen, um am Samstag im Spiel gegen den Tabellenzweiten TV Erlangen-Bruck II vielleicht eine Überraschung zu schaffen (18.15 Uhr, Halle des Gymnasiums). red
HV Herzogenaurach: Kanka, Kreuzer - Sienknecht (2), Rothe (4), Stiegler (1), Fath (1), Ohlraun, Filp (6/2), Müller (1), Scholz (2), Redeker (2), Gilson (1), Petko (4)