Höchstadt/Etzelskirchen — Mit der Segnung von Palmzweigen und einer Prozession vom Schwesternhaus zur Stadtpfarrkirche erinnerten sich die Katholiken Höchstadts gestern an den Einzug Jesu in Jerusalem und eröffneten zugleich die Feierlichkeiten der heiligen Woche. Vertreter der Stadt mit Bürgermeister Gerald Brehm (JL) nahmen genauso daran teil wie die Kommunionkinder und hunderte von Menschen.
Die Stadtkapelle, die Männerschola und Wolfgang Först an der Orgel begleiteten das Geschehen mit Liedern und Instrumentaleinlagen musikalisch. Die vorgetragene Leidensgeschichte verwies bereits auf den Leidensweg von Jesus. In seiner Ansprache erinnerte Dekan Kilian Kemmer an die Tragödie des Flugzeugabsturzes in der vergangenen Woche. "Bei aller Ratlosigkeit stellen wir fest, dass weder der Glaube an die Biologie, noch der Glaube an die Technik und auch nicht der Glaube an Menschen alleine tragen oder halten."
Der Palmsonntag erinnert nach Ansicht des Dekans daran, dass die gleiche jubelnde Menge beim Einzug Jesu in Jerusalem kurze Zeit später seine Hinrichtung am Kreuz forderte. Für Jesus sicher keine Überraschung, weil er die Gedanken und Beweggründe von Menschen durchschaut hat." Kilian Kemmer wünschte, dass die Feier der diesjährigen Karwoche im Hinblick auf das Schicksal Jesu in den Hinterbliebenen der Opfer wie für alle Gläubigen trotz vieler Fragezeichen den Glauben stärke, dass man "nicht tiefer stürzen kann als in Gottes Hände und dass im Vertrauen auf Gott immer das Leben siegt". Am Gründonnerstagabend um 19.30 Uhr werden die Feierlichkeiten zur Karwoche mit dem Gottesdienst vom letzten Abendmahl Jesu fortgesetzt.
Auch in Etzelskirchen wurden gestern Palmkätzchenzweige von Pfarrer Stefan Pröckl geweiht. Im Gottesdienst wurde dem Einzug von Jesus auf einem Esel in Jerusalem gedacht. Die Gläubigen nahmen sich jeweils einen Zweig und ziehen damit in die Kirche ein. red