Einmal im Jahr, am Vortag zum Franziskusfest, laden die Franziskaner zu einer besonderen Andacht ein, bei der die Tiere gesegnet werden. Denn der Heilige aus Assisi gilt als Vorbild und Patron der Naturschützer.

Zahlreiche Herrchen und Frauchen hatten sich am Samstagnachmittag auf dem Basilikavorplatz versammelt, um ihre vierbeinigen Lieblinge segnen zu lassen. "Wenn man die Nachrichten regelmäßig verfolgt, dann fällt auf, dass ausgerechnet Naturschutz immer mehr in den Fokus rückt. Erst kürzlich wurde gesagt, dass immer mehr Tierarten vor dem Aussterben stehen. Leider ist der Mensch dafür verantwortlich. Getrieben durch seinen Egoismus und seine Gier nach immer mehr Profit, nimmt der Mensch die Zerstörung der Natur in Kauf", so Franziskanerpater Stanislaus in seiner Predigt.

Nach Gebet und Gesang ging Pater Stanislaus durch die Reihen und segnete die zahlreichen Haustiere. Hoch zu Ross waren in diesem Jahr etliche Pferdebesitzer und Reiterinnen aus dem Maintal den "Heiligen Berg" hoch getrabt.

Acht Bobtails

Isabella aus Grundfeld hatte ihr vier Wochen altes Kälbchen Martha zur Segnung mitgebracht. Zu diesem Anlass schmückte sie "ihr" Kälbchen extra mit einem Blumenkranz. Im Vorfeld hatte Isabella ihre Martha 14 Tage lang für den Ausflug "trainiert". Acht Bobtails (eine britische Hunderasse), zwischen sieben Monaten und sechs Jahren alt, kamen mit ihren Herrchen zur Segnungsfeier vorbei. Durch ihr üppiges Fell wirkten die sympathischen Vierbeiner größer und massiger. "Wir waren erst auf dem Staffelberg, da haben wir durch Zufall von der Tiersegnung hier in Vierzehnheiligen erfahren", erzählte ein Herrchen.

Ein absoluter Hingucker bei der Segnungsfeier waren sicherlich Drogo, Freddy und Flavius, drei Alpakas der Familie Weiß aus Wolfsdorf. Das Alpaka ist eine aus den südamerikanischen Anden stammende, domestizierte Kamelform, die dort vorwiegend wegen ihrer Wolle gezüchtet wird. "Seit vier Jahren komme ich regelmäßig zur Tiersegnung hierher. Damals bin ich durch Zufall nach Vierzehnheiligen gekommen", erzählte Jessica aus Eisfeld, die ihre einjährige Hündin Sanny dabei hatte. gkle