Es ist ein starkes Zeichen in Zeiten des Zusammenhalts: Die Anerkennung des Vorstands für das sehr gute Geschäftsergebnis 2019, die Mitarbeiter in Form von Abteilungs-Feiern erhalten sollten, wurde zur größten Spendenaktion in der Geschichte der HUK-Coburg.

Daran beteiligt waren auch die knapp 10 000 Kollegen der Belegschaft: Aus diesem Kreis wurde angesichts der Corona-Epidemie der Geschäftsleitung vorgeschlagen, das zur Verfügung stehende Geld - 100 Euro pro Mitarbeiter - für gemeinnützige Zwecke zu spenden. So kam eine Spende von fast 600 000 Euro allein durch die Zentrale in Coburg und zusätzlich über 350 000 Euro durch alle Außenstellen der HUK-Coburg in ganz Deutschland zustande.

"Meine Kollegen und ich haben uns sehr über das Engagement aus den Reihen der Mitarbeiter gefreut", sagt Klaus-Jürgen Heitmann, Vorstandssprecher der HUK-Coburg. "Ich werte das auch als ein Zeichen unseres Selbstverständnisses als Versicherungsverein basierend auf Solidarität, Fairness und Gerechtigkeit".

Um die Mitarbeiter weiter einzubinden und um als größter deutscher Kfz-Versicherer einen bundesweiten bzw. regionalen Bezug zu den jeweiligen Einrichtungen zu gewährleisten, konnten diese die jeweiligen Spendenempfänger mitbestimmen. Bedingung war: Die Spendenempfänger sollten gemeinnützig sein und eine besondere Belastung durch die Corona-Pandemie aufweisen. "Hier hat uns die Vielzahl der Ideen beeindruckt", so Heitmann. Die jeweilige Spendenhöhe für die einzelnen Projekte ergab sich aus dem Ergebnis der Abstimmung, bei der jeder Mitarbeiter drei Stimmen zur Verfügung hatte. In der Auswertung wurden die Projekte dann nach der Höhe der Stimmanzahl gelistet.

Im Raum Coburg wird die Spendensumme, die sich im Einzelnen von 400 Euro bis 110 550 Euro bemisst, unter mehr als 20 gemeinnützigen Einrichtungen aufgeteilt. Die höchsten Summen erhielten die Stiftung für krebskranke Kinder Coburg in Höhe von 110 550 Euro, die Tafel Coburg (105 310 Euro) sowie der Tier- und Naturschutzverein für Coburg und Umgebung mit seinem Tierheim (102 760 Euro), das coronabedingt schließen musste und keine Tiere während des Shutdowns vermitteln konnte.

Im übrigen Bundesgebiet erhielten über 100 Vereine und Institutionen jeweils eine Spende. So gehen an den Außenstellen der HUK die größten Einzelbeiträge an die Kleinen Riesen Nordhessen, ein ambulantes Kinder Palliativ Team in Kassel, (13 650 Euro), die Arche Berlin (12 150 Euro) und das Balthasar Kinder- und Jugendhospiz Dortmund (11 700 Euro) - aber auch die Altstadt-Armenküche Düsseldorf, die Kinderkrebsstation Rostock oder auch die Frauenhäuser in Koblenz und Fürth werden in ihrer Arbeit unterstützt. red