Es gab eine Polizeiwache, eine Bäckerei, ein Rathaus, viele Privathäuser, einen Stadtplan und sogar Bauanträge müssen gestellt werden: Eine fast echte Stadt also, die in den Sommerferien auf der Jahnhalbinsel entstanden ist. Gebaut haben alles knapp 350 Kinder ab sechs Jahren im Rahmen der "Hüttenstadt", die das Bamberger Spielmobil von Chapeau Claque auch im Corona-Jahr 2020 organisiert und durchgeführt hat. Entstanden ist am Ende die größte Hüttenstadt aller Zeiten. Kein Wunder, dauerte die Aktion in diesem Jahr auch ganze fünf Wochen statt wie sonst drei. Ermöglicht wurde die Verlängerung durch das Stadtjugendamt und das Gartenamt.

Spielmobil-Lkw auf Tour

Sebastian Wehner von der Kommunalen Jugendarbeit der Stadt zeigte sich erfreut, dass dieses offene Angebot so begeistert angenommen wurde. Bei einem Besuch zeigte sich auch Sozialreferent Bürgermeister Jonas Glüsenkamp beeindruckt von der Kreativität und Schaffenskraft der Kinder, die in den Ferien gesägt, gehämmert und gebaut haben, was das Zeug hält. "Gerade nach der langen Zeit der strikten Kontaktbeschränkungen ist es wichtig, dass die Kinder wieder Angebote bekommen, rauszukommen und sich auszutoben", so Glüsenkamp.

Nahezu nahtlos ging es für das Bamberger Spielmobil nach den Sommerferien weiter. Bereits seit dem 9. September tourt der bekannte Spielmobil-Lkw wieder durch die verschiedenen Stadtteile. Geplant sind Spielaktionen unter anderem am Troppauplatz und im Eschenweg, aber auch in weiteren Stadtvierteln wie Bug und Wildensorg. Der Saisonabschluss wird am 30. Oktober in der Gereuth gefeiert. Termine sind unter www.spielmobil-bamberg.de zu finden.

Vermutlich muss der fast 25 Jahre alte Lkw seinen letzten Einsatz leisten. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs notwendig werden.

Wer die Neuanschaffung unterstützen möchte, kann sich mit einer Spende an Chapeau Claque e.V. (Betreff "Fahrzeug Spielmobil", IBAN: DE59 7705 0000 0000 0025 01, BIC: BYLADEM1SKB) beteiligen. red