Zu einer ökumenischen Hubertusmesse wird am Samstag, 3. November, um 19 Uhr in der St.-Matthäuskirche in Hetzelsdorf eingeladen. Gestaltet wird die Messe von Pfarrer Matthias Haag und Pfarrer Florian Stark. Die musikalische Ausgestaltung hat die BJV-Jagdhornbläsergruppe Effeltrich übernommen.

Den Ausgangspunkt für die seit Jahrhunderten überlieferte Form der Hubertusmesse stellt eine Begebenheit dar, die Hubertus, dem späteren Bischof von Lüttich (gest. 728), widerfahren sein soll. An einem Feiertag erschien ihm auf der Jagd ein Hirsch mit einem goldenen Kreuz zwischen dem Geweih. Hubertus wurde durch dieses Erlebnis zur Umkehr und Buße geführt und später zum Schutzpatron aller Jäger und Waidmänner erkoren.

Die Messe ist aus dem Liedgut uralter, traditioneller Jagdsignale entstanden. Sie verbindet diese Töne mit kirchlichen und sakralen Elementen unter Anlehnung an gregorianische Chöre hin zum klangvoll tönenden "Gebet der Jäger". Sie wird auf Parforcehörnern in Es- Dur geblasen. Die Töne entstehen ausschließlich durch Verformen der Lippen. Die Beherrschung des Instruments verlangt dem Bläser höchste Konzentration ab, um die unterschiedlichsten Naturtöne in ihrer ganzen Reinheit erklingen zu

lassen. Einmal voll schmetternd, rau und doch klangvoll, ein anderes Mal schmeichelnd, feierlich getragen bis hin zu jubelnden Klängen. Diese Messe bildet einen einzigen harmonischen Klangkörper liturgischer Musik. Gerade in der heutigen Zeit sollte dieser Klang der großen Jagdhörner in seiner ganzen Reinheit und mit seiner feierlichen Klangvariation in dieser Hubertusmesse wieder Mahnung an uns Menschen sein.

Um wieder besonnen über das Leben und den Schutz der uns anvertrauten Natur und ihren Geschöpfen nachzudenken, deren Schöpfer zu ehren und Wald und Wild in Ehrfurcht zu begegnen. red