von unserem Mitarbeiter Ralph Bilek

Hamm/Coburg — Das wird ein hartes Stück Arbeit zum Hinrundenschluss, obwohl der HSC 2000 Coburg mit der imposanten Vorrunden-Heimbilanz von 14:4 Punkten und auch nur vier verlorenen Auswärtsspielen anreist. Ausgerechnet jetzt trifft man beim ASV Hamm-Westfalen auf einen Gegner, der vor Selbstbewusstsein nur so strotzt.
Bittenfeld, Leipzig, Aue heißen die prominenten "Opfer" der Westfalen in den letzten drei Spielen. Die Erzgebirgler kamen mit einem Remis noch am besten weg. Seit Anfang November ist die Mannschaft von Trainer Kay Rothenpieler in sieben Spielen in Folge ungeschlagen geblieben.
Dabei hatte es zu Saisonbeginn für Hamm nicht so gut ausgesehen. Die stark verjüngte Mannschaft verspielte deutliche Führungen, war nicht konstant genug. "Viel besser als jetzt geht es aber nicht, das wird alles andere als eine anspruchslose Nummer", äußerst Jan Gorr höchsten Respekt vor dem Gegner und dessen aktueller Leistung.

Wichtigster Hamm-Spieler fehlt

"Die haben schon den letzten Jahren zum gehobenen Standard gehört." Ein Jahr spielten sie dabei sogar in der 1. Liga. Nach Leipzig verfügen sie über den wurfgewaltigsten Angriff der Liga. Auf Rückraumspieler Marian Orlowski, der sich im Spiel gegen Leipzig das Kreuzband gerissen hat, müssen die Hammer, die mit David Wiencek den kleinen Bruder des Nationalspielers Patrick in ihren Reihen haben, nun allerdings für den Rest der Saison verzichten.
Coburg wird auf einen "robusten, körperbetonten und absolut aufmerksamen Abwehrverband" stoßen, so Gorr. Im Angriff von Hamm rechnet der Coburger Trainer mit viel Bewegung. "Sie spielen taktisch viel mit einem zweiten Kreisläufer."

Mit 64-fachen Nationalspieler

Aber mit Markus Fuchs ("der kommt mit viel Power") auf der linken und Julian Possehl auf der rechten Seite sowie der Schaltzentrale Ondrej Zdrahala, dem 64-fachen tschechischen Nationalspieler und mit 169 Toren in der letzten Spielzeit erfolgreichsten Werfer, verfügt der Gegner des HSC über einen Rückraum, der auch von Kelm, Riha und Co. vollste Aufmerksamkeit verlangt. Ob dahinter im Tor Oliver Krechel, der immer noch an einer Oberschenkelzerrung laboriert, eingesetzt werden kann, entscheidet sich erst kurzfristig.

Jan Gorr bleibt sich treu

Der HSC auf Platz fünf hat in der zu Ende gehenden Vorrunde, mit der Ausnahme Dormagen, nur gegen Teams verloren, die auf den Rängen Eins bis Sechs stehen. Doch Jan Gorr bleibt Jan Gorr: "Ich kann gar nicht ausschließen, dass wir irgendwann eine schlechte Phase haben, mehrere Spiele in Folge nicht gewinnen."
Aber auch in Hamm will er natürlich den Sieg und sollte das nicht gelingen, gehen die Coburger trotzdem mindestens als hervorragender Tabellensiebter in die Rückrunde.