Coburg — Gegen den Titelaspiranten aus Unterfranken hat es am Sonntag für den HSC 2000 Coburg II nicht gereicht. Mit 28:32 Toren musste sich die Zweitliga-Reserve der DJK Waldbüttelbrunn geschlagen geben, ohne dass der 5. Tabellenplatz deshalb verloren ging.
Lediglich der Abstand zum Vierten aus Erlangen (30:25 gegen TSV Unterhaching) vergrößerte sich auf fünf Zähler. "Wir wussten wie schwer es wird," so Trainer Zdenek Vanek. "Wir wollten mit einem kompromisslosen Abwehrriegel dominieren, haben dies vor der Pause aber leider nicht umsetzen können", so der Coach weiter. Sein Assistent Andreas Gahn ergänzte: "Deshalb haben wir auch 12:19 zur Pause hinten gelegen".
Unisono war sich das Trainer-Duo darüber einig, dass die Mannschaft in der 2. Halbzeit so spielte, wie man es zu Hause von ihr erwartet. Der große Rückstand konnte aber nicht mehr aufgeholt werden, denn Waldbüttelbrunn ist wie ein Meisterschaftsfavorit aufgetreten, spielte 60 Minuten konzentriert und hat den Sieg auch verdient.

HSC 2000 Coburg II gegen
DJK Waldbüttelbr. 28:32 (12:19)

Die Coburger hielten gegen die favorisierten Gäste zunächst ganz gut dagegen, die nach dem 2:3 ganz schnell ihre Linie fanden, während man bei der HSC-Zweiten die gewohnte Geschlossenheit in der Abwehr nun zu oft vermisste. Über 2:6 und 3:9 zog Waldbüttelbrunn mit 5:12 schon bald auf und davon. Zum Glück fanden sich die Coburger dann zumindest einigermaßen wieder, sodass ein größerer Rückstand bis zum Seitenwechsel verhindert werden konnte.
"Wir waren nicht so gut wie im Hinspiel", resümierte Vanek, aber in Halbzeit zwei wurde es dann doch um einiges besser. Auf die beiden Torhüter war, wie schon vorher, erneut Verlass. Die umgestellte Abwehr formierte sich wieder in gewohnter Form und im Angriff zeigte sich Hajck Karapetjan, oft in einer gekonnten "Ein-Mann-Show" als unwiderstehlicher Torjäger.
Mit mehr Druck holte sich der HSC nicht nur den Respekt des Gegners zurück, sondern kam mit dem 17:21 in der 42. Minute auch etwas näher, hatte in dieser Gegenoffensive mit zwei technischen Fehlern und zwei von den Außenseiten vergebenen guten Möglichkeiten sogar ein besseres Resultat liegen gelassen.
In dem nun ausgeglichenem Spiel war letztlich aber nicht mehr drin für das insgesamt nicht enttäuschende Heimteam. Es war eben nur sehr schwierig, den großen Pausenabstand zu egalisieren, urteilte das HSC-Trainer-Duo. Andererseits war aber auch die DJK Waldbüttelbrunn eine Mannschaft mit konstant guter Leistung und deshalb auch der verdiente Sieger, so das einmütige Urteil.

Stimme zum Spiel

Dominik Baucke (HSC-Spieler): Wir waren von Anfang an klar schlechter. Waldbüttelbrunn hat verdient gewonnen und steht derzeit verdient mit an der Spitze.
In Halbzeit zwei haben wir uns zwar heran gekämpft, aber aufgrund des klaren Rückstandes hat es am Ende für uns nicht mehr gereicht. ebi