Bekommt die Gemeinde zwei digitale Hotspots, deren Einrichtungskosten vom Freistaat übernommen werden? Die Betriebskosten müssten allerdings von der Gemeinde bezahlt werden.
Der Gemeinderat stellte eine Entscheidung, ob er sich an dieser Initiative des Freistaates beteiligt, erst einmal zurück. Die Verwaltung hatte das Sportgelände und das Rathaus als Standort vorgeschlagen, insbesondere deshalb, weil sich dort oft viele junge Leute aufhalten.
Gemeinderat Harald Klopf (Rannunger Bürgerliste) hatte allerdings in der Zeitung gelesen, dass andernorts die Hotspots abgelehnt worden waren, weil ihr Betrieb die Gemeindekasse mit 180 Euro pro Monat belastet. Nun sollen erst einmal die Kosten und die Reichweite der Hotspots abgeklärt werden, dann wird endgültig entschieden.


Mustersatzung übernommen

"Abzocke" ist in den Augen eines Rannunger Bürgers eine Vorschrift in der Satzung zur Erhebung der Abwassergebühren. Einige Bürger haben an ihrem Haus Zwischenzähler für das Wasser, das sie für die Gartenbewässerung verwenden. Für dieses Wasser zahlen sie keine Abwassergebühr. Ausgenommen sind allerdings die ersten 15 Kubikmeter, für die also Abwassergebühr bezahlt werden muss, obwohl kein Abwasser anfällt. Diese Regelung sei schon seit 2003 in Kraft, damals habe man eine Mustersatzung des Bayerischen Gemeindebundes übernommen, um damit Missbrauch zu verhindern, erklärte Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU).


Nach Diskussion zugestimmt

Er schlug vor, die jetzige Regelung zu belassen, bis im kommenden Jahr die gesplittete Abwassergebühr eingeführt wird. Nach langer Diskussion stimmte der Gemeinderat dann doch einstimmig zu.
Ebenfalls einstimmig wurde einem Bürgerantrag der Reservistenkameradschaft zur gemeinschaftlichen Neugestaltung des Geländes am Johannisberg zugestimmt.


Zustimmung mit Bedingung

Die Reservisten wollen dort auch eine Halle für die Unterbringung einer Feldküche und andere Gerätschaften erweitern. Dem stimmte der Gemeinderat bei einer Gegenstimme zu unter der Bedingung, dass weder Toiletten noch gastronomische Einrichtungen geplant sind.
Vertagt wurde die Errichtung eines Materiallagers des Gemeindebauhofes auf einem gemeindeeigenen Grundstück auf dem Johannisberg, da ein genauer Lageplan fehlt. In der Bonifatiusstraße soll ein Wohnhaus umgebaut werden. Geplant ist, den Dachstuhl abzubrechen und durch ein neues Dachgeschoss zu ersetzen.
Dachform, Dachneigung und anderes entsprechen nicht den Vorgaben des Bebauungsplanes. Der Gemeinderat erteilte deshalb eine Befreiung und gab sein Einvernehmen.


Keine Einwendungen

Die Nachbargemeinde Maßbach will ihren Bebauungsplan "Centleite" und den Flächennutzungsplan ändern. Da Rannungen davon nicht betroffen ist, erhob der Gemeinderat keine Einwendungen.