Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Christlichen Palliativ- und Hospizdienstes der Caritas Forchheim fand in der St.-Martin-Kirche in Forchheim ein feierlicher Gottesdienst statt mit Festakt und Ehrungen der Hospizbegleiter für ihr langjähriges Engagement, für die geschenkte Zeit, die vielen Stunden, die sie unentgeltlich bei schwerstkranken und sterbenden Menschen verbringen; für Gespräche, die oft unter die Haut gehen, dafür, dass jemand an der Hand eines anderen sterben darf mit der Gewissheit, dass er nicht alleine ist.
Durch den von Dankbarkeit geprägten Gottesdienst führte Monsignore Holzschuh mit einfühlsamen Worten, die musikalische Umrahmung gestaltete der Gospelchor "Just Wanna Sing" mit der Orgelbegleitung.
Als Anerkennung für den Dienst fanden sich Landrat Hermann Ulm, Oberbürgermeister Uwe Kirschstein sowie der Direktor der Caritas Bamberg, Gerhard Öhlein, ein. Der Vorsitzende des Caritasverbandes für den Landkreis Forchheim, Alfons Galster, führte in seiner Festrede auf den Hospizgrundgedanken durch Cicely Saunders zurück mit dem Zitat: "Sie sind wichtig, weil sie eben sie sind. Sie sind bis zum letzten Augenblick ihres Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können."
Galster erinnerte speziell in Forchheim an Maria-Luise Hofmeister, die unermüdlich durch ihr Engagement mit der Dr.-Heinrich-Hofmeister-Stiftung die Hospizarbeit mit aufbaute. Die Anwesenheit der vielen Hospizbegleiter im Gottesdienst zeugt von einer festgewachsenen Gemeinschaft, die mit hohen Wertevorstellungen und Idealismus ihr Ehrenamt ausführt.
Zum Gedenken an den Gottesdienst erhielt jeder Besucher eine kleine Gedichtkarte. Im Anschluss fand vor der Kirche eine Agape statt.
Am Mittwoch, 19. Juli, findet um 18 Uhr im großen Saal der St.-Anna-Kirche, Forchheim, Untere Kellerstr. der Vortrag von Roland Hanke, Vorsitzender der Hospizvereins Fürth, statt über "Die Rechte der Sterbenden".
In diesem Vortrag geht es nicht um die gesetzlichen Rechte, sondern darum, was sich ein Sterbender wünscht und was er in seiner letzten Lebenszeit noch einfordern kann. Es wird auch die Lebenshaltung erläutert, die Menschen im Umfeld von schwerstkranken und sterbenden Menschen haben sollten.
Der Christliche Palliativ- und Hospizdienst der Caritas weist darauf hin, dass der Vortrag öffentlich ist. Er dauert etwa eine Stunde. red