Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Hospizvereins Lichtenfels im Pfarrzentrum St. Marien standen eine ausführliche Bilanz der geleisteten Arbeit sowie die Neuwahl des Vorstands, bei der Evelyn Kondruss einstimmig als Vorsitzende bestätigt wurde.
Die Hospizarbeit sei auch im vergangenen Jahr eine große Herausforderung gewesen, betonte die Vorsitzende in ihrem Rechenschaftsbericht. Durch die kontinuierlichen Leistungen der Hospizhelfer sei es möglich gewesen, die Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden im Landkreis zu gewährleisten. Evelyn Kondruss bilanzierte dann ausführlich die geleistete Arbeit des Hospizvereins. Schwerpunkt war die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender sowie die Beratung und Trauerbegleitung der Angehörigen. Im letzten Jahr wurden 44 Begleitungen vom Hospizverein geleistet, wovon 14 aus dem Vorjahr übernommen wurden. Die Bitte um Betreuung bei den 30 neuen Fällen ging dabei überwiegend von den Angehörigen (13), Pflegeeinrichtungen (9) und von der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (7) aus. Die meisten der betreuten Menschen waren zwischen 71 und 90 Jahre alt. Der Zeitraum der Begleitungen reichte von mehreren Stunden über Monate bis hin zu einigen Jahren. Von den betreuten schwerkranken Menschen sind im Berichtszeitraum 27 verstorben, davon 13 in Pflegeheimen, zehn zu Hause und vier in Kliniken.


Den Angehörigen beistehen

Neben den Schwerstkranken hätten aber auch die Angehörigen im Blickfeld gestanden, um ihnen bei Trauergesprächen, psychosozialen Beratungsgesprächen und Palliativberatung einen Beistand in dieser schwierigen Situation zu geben. Aber auch in der nach dem Tod beginnenden Zeit der Trauer bedürften die Angehörigen Unterstützung. Hilfreich für Trauernde könne es sein, anderen Trauernden zu begegnen. Deshalb biete der Hospizverein mit dem Trauercafé ein zusätzliches Angebot für Trauernde an. An jedem letzten Mittwoch im Monat (außer August und Dezember) bestehe für Trauernde beim Hospizverein im Pabstenweg 11 von 17.30 bis 19 Uhr die Möglichkeit, anderen Betroffenen zu begegnen und sich auszutauschen. Der aus 31 Aktiven bestehende Helferkreis, der sich im Übrigen regelmäßig zum Gedankenaustausch trifft, habe sich der nicht einfachen Aufgabe zu stellen, angesichts des Leidens und Sterbens sowie der Trauer gesprächs- und beziehungsfähig zu bleiben. Evelyn Kondruss hob hervor, dass wieder acht neue Hospizhelfer unter der Leitung der ehemaligen langjährigen Vorsitzenden Barbara Popp-Heimerl ausgebildet wurden. Die Mitgliederzahl sei von 170 auf 186 angestiegen. Als einzige Änderung ergab sich die Wahl von Monika Hummel zur Schriftführerin und von Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen in den Vorstand.
Das Ergebnis: Vorsitzende Evelyn Kondruss, 2. Vorsitzende Andrea Starker, Kassiererin Brunhilde Zawidzki, Schriftführerin Monika Hummel, Beisitzer: Inge Atzpodien, Alfons Staudt, Steffen Coburger, Katja Enders, Sabine Schmid-Hagen, Kassenprüfer Georg Meißner und Renate Reuder. thi