95 verdiente Prüfer aus ganz Oberfranken, darunter sieben aus dem Landkreis Kulmbach, wurden von der IHK für Oberfranken Bayreuth in Trebgast geehrt für mindestens zehnjährige Tätigkeit. Bernd Rehorz, Leiter der Beruflichen Bildung bei der IHK, hob die hohe Verantwortung der Prüfer hervor, die alleine 2016 über 9500 Prüfungen in der Aus- und Weiterbildung vorgenommen haben.
Nach einer Führung über die Naturbühne Trebgast durch den Vorsitzenden der Naturbühne, Siegfried Küspert, und der Teilnahme an einer Bühnenprobe von "Luther - Rebell seiner Zeit" wurde 95 Prüfern als Dank für ihre jahrelange ehrenamtliche Arbeit ein Ehrenpreis mit Urkunde verliehen.


Prüfungssituation

In seiner Laudatio skizziert Rehorz eine Prüfungssituation. "Das Gelernte von Monaten, oft Jahren, ballt sich in einer ganz engen Zeitspanne zusammen", so Rehorz. "Nichts ist verschiebbar, die Leistung wird genau in diesem Augenblick gefordert." So stellt sich die Prüfung aus Sicht des Prüflings dar. Aber auch für den Prüfer ist die Situation nicht einfach: "Sie haben herauszufinden, wie gut oder wie schlecht ein Kandidat in seinem Fach wirklich ist. Ist es Nervosität oder Nichtwissen? Läuft da eine auswendig gelernte Show oder kann er wirklich etwas?" Ein Prüfer habe deswegen eine hohe Verantwortung. Rehorz: "Prüfer sein heißt, über Menschen entscheiden zu können, es zu dürfen, zu müssen?" Definitiv keine leichte Aufgabe, die aus seiner Sicht viel Respekt verdiene. "Erst recht, da Ihr Einsatz als Prüfer ehrenamtlich ist", so Rehorz. Über 9500 Zwischen- und Abschlussprüfungen haben rund 2500 Prüferinnen und Prüfer 2016 abgenommen. "Die Leistung der Prüferinnen und Prüfer wird in der Gesellschaft oft nicht deutlich, da unsere Prüfer bei ihrer wichtigen Arbeit nicht im Rampenlicht stehen. Ohne sie ist das Prüfungswesen der IHK, ist die duale Ausbildung undenkbar." red