Die Baunach Young Pikes haben es am Samstag (19 Uhr) in der Stauffenberghalle mit dem Tabellenführer der 2. Basketball-Liga ProA zu tun. Die Niners Chemnitz sind daher ein heißer Kandidat auf den Aufstieg in die Bundesliga.

Trainer Rodrigo Pastore hat einen hochkarätigen Kader zusammengestellt. Bester Werfer ist Dreierspezialist Malte Ziegenhagen, der im Schnitt pro Begegnung 14,9 Punkte erzielt, knapp gefolgt von Kavin Gilder-Tilbury (14). Die besten Rebounder sind Robin Lodders und der bundesligaerfahrene Ivan Elliott mit je fünf pro Spiel. Anführer ist der 35-jährige US-Aufbauspieler Virgil Matthews.

Trotz einiger Verletzungssorgen stehen die Sachsen mit 15 Siegen in 18 Spielen souverän an der Spitze. Bereits im Hinspiel hatten die jungen Hechte bei der 71:88-Niederlage einen schweren Stand.

Die Niners hatten jüngst etwas mehr Probleme als zu Beginn der Saison und gingen dreimal als Verlierer vom Parkett. Im Nachholspiel in Nürnberg am Dienstag war Chemnitz wieder in der Erfolgsspur, auch wenn es nur glücklich mit 71:66 gewann. Dabei hatten die Niners die erste Hälfte klar dominiert und sahen beim Stand von 46:33 schon zur Pause wie der sichere Sieger aus.

Nach dem Wechsel aber zeigten die Nürnberger, wie man dem Tabellenführer den Schneid abkaufen kann: Mit einer aggressiven Verteidigung hielten sie den Gegner bei sieben Punkten im dritten Abschnitt, bevor sie nach einer 66:65-Führung in den letzten 60 Sekunden den Sieg noch aus der Hand gaben.

Nach dem Sieg am Mittwoch gegen Schalke ist die Zuversicht im Baunacher Lager größer geworden und der Glaube an den Klassenerhalt vorhanden. Da noch über ein Drittel der Saison zu spielen ist, hat es das Team von Trainer Felix Czerny in der eigenen Hand. Zwar hat es den direkten Vergleich gegen die Schalker denkbar knapp verloren, doch bei Baunach hat dies eher eine "Jetzt erst recht"-Reaktion ausgelöst. Den Protest, den die Baunacher direkt nach Spielende gegen die Wertung eingelegt haben, wird von ihnen nicht weiter verfolgt, da es sich nach Auskunft des Ligabüros um eine Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter handelte.

Chemnitz-Spiel war Wendepunkt

In dieser Saison ist die Liga so ausgeglichen wie nie zuvor, die Chemnitzer werden den Tabellenvorletzten wohl nicht unterschätzen.

Doch Baunach ist zuversichtlich, und dies mit gutem Grund: Vergangene Saison war das Spiel gegen Chemnitz der Wendepunkt. Nach einer katastrophalen Hinrunde gewannen die Young Pikes völlig überraschend und starteten eine Aufholjagd, die mit dem Klassenerhalt gekrönt wurde. red