Landrat Oswald Marr ehrte am Mittwoch Wilhelmsthals Bürgermeisterin Susanne Grebner und den Pressiger Marktgemeinderat Martin Welscher. Der Kommunalpolitiker und die Kommunalpolitikerin wurden für ihren herausragenden ehrenamtlichen Einsatz um das Gemeinwohl mit der, vom bayerischen Innenminister Joachim Herrmann unterzeichneten, Dankurkunde für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung ausgezeichnet. Beide haben sich 20 Jahre hinweg in uneigennütziger Art und Weise dem Gemeinwohl zur Verfügung gestellt. Die hohe Ehrung wurde von Marr im Auftrag des Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr im Landratsamt vorgenommen.


Große Vorbildfunktion

"Ohne Gemeinderäte und Stadträte würde unsere Demokratie nicht funktionieren", würdigte der Landrat in seiner Ansprache die Geehrten. Diese hätten in ihren Kommunen und darüber hinaus eine große Vorbildfunktion. Auch setzten sich die beiden Geehrten seit vielen Jahren für andere ein und erfüllen ihre Aufgabe mit großer Hingabe. Susanne Grebner und Martin Welscher nun seitens des Freistaates Bayern ehren zu dürfen, stelle für ihn eine große Ehre dar. "Bei uns gibt es ein breites Spektrum ehrenamtlicher Tätigkeiten. Ohne unsere Ehrenamtlichen könnte unser Leben nie in der jetzigen Form aufrechterhalten werden", zeigte sich der Landrat sicher. Das kommunale Mandat - egal ob ehrenamtlich oder hauptberuflich - hebe sich seiner Meinung nach deutlich von anderen Ämtern ab. Nachdem man von den Bürgern gewählt worden sei, dürfe man mit Stolz aber auch mit Demut den Willen der Bürger vertreten. Man stehe im direkten Kontakt mit der Bevölkerung. Dabei müsse man oft genug auch - Auge in Auge mit den Betroffenen - Kritik aushalten können, weil man es niemals jedem recht machen könne. "Das kommunale Ehrenamt umfasst viele Aufgabenstellungen. Sie machen dieses Amt so schwierig, aber auch so interessant, erfüllend und so wichtig", betonte Marr. Dieser konnte sich keine andere Staatsform vorstellen, um Recht und Gesetz durchzusetzen. Mehr denn je sollten junge Leute für dieses Ehrenamt ermutigt werden; politischer Nachwuchs sei notwendig.