Führungswechsel beim 59 Mitglieder starken Förderverein Schlosstheater Thurnau. In der Hauptversammlung im Alten Rathaus wurde Dietmar Hofmann zum Nachfolger von Ute Ernst gewählt, die aus privaten Gründen nicht mehr kandidiert hatte. Ebenfalls einstimmig wurden 2. Vorsitzende Pamela Borns, Schatzmeisterin Martina Hofmann und Revisor Viktor Clauss in ihren Ämtern bestätigt.

Intendant Wolfgang Krebs blickte auf die vergangene Spielzeit zurück. Das Stück "Alles was Sie wollen" und der Multivisions-Vortrag mit Kai Maeritz und Angelique Verdel seien beim Publikum ebenso gut angekommen wie "Glück" mit Heiko Dietz und Petra Wintersteller. Ein voller Erfolg seien die Schlossfestspiele mit einem Zuschauerschnitt von etwa 130 Personen gewesen. Die Stücke "Trennung frei Haus", "Alle Jahre wieder" und "Dinner for one - wie alles begann" hätten für regelrechte Begeisterungsstürme gesorgt.

Begeisterte Besucher

Im Herbst, so Krebs, habe man ein Pilotprojekt zum Thema "Gartenlust - Lustgarten" mit der Deutschen Grafikerloge und Stephan Klenner-Otto in der Kemenate im Schloss gestartet, mit dabei seien auch die Musiker Tanja Schaller und Martin Köhlerschmitt gewesen. "Diese Veranstaltungen haben sehr beeindruckt, die Leute sprechen heute noch davon", sagte der Intendant, der der Oberfrankenstiftung für die Unterstützung dankte. In diesem Jahr stünden noch zwei weitere Aufführungen auf dem Spielplan.

Die scheidende Vorsitzende Ute Ernst freute sich, einen finanziell gesunden Verein übergeben zu können. Die Stuhlnummern im Zuschauerraum hätten sich als gute Lösung herausgestellt. Die sechsten Schlossfestspiele habe man im neu gestalteten unteren Schlosshof durchführen können. Ihr Dank galt Kastellan Ralf Wirth und Schlosspächter Matthias Hartl für die Unterstützung. Ernst freute sich, dass das Publikum im Schlosstheater immer jünger wird. Die Stammtische erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Vorsitzende dankte allen fleißigen Helfern im Hintergrund für die unglaubliche Unterstützung.

Schatzmeisterin Martina Hofmann erinnerte daran, dass der Umzug vom Torwärterhaus ins Alte Rathaus Ende 2018 erhebliche Kosten verursacht habe. Jetzt stehe der Verein finanziell wieder gut da. Sie dankte allen Spendern ganz herzlich.

Wolfgang Krebs ergänzte, dass der Förderverein 2019 die Produktion der 6. Schlossfestspiele und des Gartenprojekts übernommen habe. Die Bewirtung auf Spendenbasis hat sich bewährt. In der Zusammenarbeit mit Stephan Klenner-Otto hätten sich interessante Türen geöffnet, weitere gemeinsame Projekte seien denkbar.

Revisor Victor Clauss bescheinigte der Kassierin eine ordentliche und übersichtliche Buchführung.

Der neue Vorsitzende Dietmar Hofmann dankte seiner Vorgängerin Ute Ernst "für die sensationelle Aufbauarbeit".

Abschließend stellte Wolfgang Krebs noch die 2020 geplanten Produktionen vor. Das Stück "Bleib doch zu Frühstück" werde am 7. März letztmals aufgeführt, am Tag darauf stehe mit "Frauenquote" bereits die nächste Premiere an. Da es Probleme mit den Rechten der Produktion "Indien" gebe, werde man mit dem Produzenten Heiko Dietz alternativ "Heute kein Indien" anbieten. Bei den Schlossfestspiele stehe "Der Gott des Gemetzels" auf dem Programm.

Das Angebot des Instituts für Fränkische Landesgeschichte, bei den Schlossfestspielen als Regen-Variante den neuen Saal zu nutzen, wollen die Mitglieder aufgrund der geringen Platzkapazität vorerst nicht annehmen. Stattdessen will man für den Notfall ins Alte Rathaus ausweichen. Im Institutssaal möchte Wolfgang Krebs jedoch zum zehnjährigen Bestehen des Theaters das Stück "Novocento - die Legende vom Ozeanpianisten" neu aufnehmen.

Im Herbst sei zudem eine Wiederaufnahme von "Achterbahn" geplant. In der Weihnachtszeit stünden Erich Kästners "Interview mit dem Weihnachtsmann" und "Dinner for One - wie alles begann" auf dem Programm. red