Zwei hohe Favoritensiege gab es am zweiten Schach-Spieltag mit Beteiligung des SC Höchstadt: Die zweite Mannschaft bezwang den Post-SV Bamberg mit 5,5:2,5, mit demselben Ergebnis unterlag die Erste dem TSV Rottendorf. Damit nimmt die Saison für Höchstadts Schachspieler den erwarteten Verlauf: Während sich Team 1 in der Regionalliga im Abstiegskampf befindet, peilt die Reserve den Wiederaufstieg aus der Kreisliga an.
Ein erstaunliches Kuriosum erlebte der Schachklub Herzogenaurach. In der zweiten Runde der laufenden Saison waren in den vier Herrenmannschaften alle Stammspieler am Brett. Das gab es dem Chronisten zu Folge in den vergangenen 20 Jahren nicht. Die erste Mannschaft war in der Oberliga in Regensburg erfolgreich, die Dritte feierte einen Heimpunkt gegen Eggolsheim. Allerdings zeigt sich, dass Spieler mit einer DWZ (Deutsche Wertungszahl) von unter 2000 in den bayerischen Ligen einen schweren Stand haben. Nach diesem Kriterium sind die vier Auracher Teams allen Gegnern deutlich unterlegen. Doch über das Resultat entscheidet auch der Wille zum Erfolg.


Oberliga

SG Regensburg -
SK Herzogenaurach 3,5:4,5
Wie schon im Vorjahr nahm der SKH die Punkte dank der Siege von FM Moritz Lauer, Reinhard Kotz und Michael Finster aus der Oberpfalz mit. Unentschieden steuerten Moritz Koch, Moritz Monninger und Ivica Sarec bei. Damit ist es Lauer als erstem Schuhstädter in der Geschichte des Schachklubs gelungen, zwischenzeitlich die DWZ-Grenze von 2400 Punkten zu überschreiten. Zudem knackte Finster mit seinem Sieg gegen den deutlich stärkeren Christoph Wutz die Marke von 2100. Mit zwei Brettpunkten belegt Herzogenaurach nach Runde 2 den siebten Platz im Zehnerfeld. hh


Regionalliga Nordost

SG Büchenbach/Roth -
SK Herzogenaurach II 5:3
Dass starke Konkurrenz auf sie wartet, erfuhr die Zweite um Stefan Sattler, die sich beim Tabellendritten wacker schlug. hh


Regionalliga Nordwest

SC Höchstadt -
TSV Rottendorf 2,5:5,5
Der SCH konnte im Haus der Vereine nicht an den Achtungserfolg zum Saisonauftakt, dem 4:4 bei Bad Neustadt, anschließen. Die Gäste waren für den Aufsteiger zu stark, an jedem der acht Schachbretter nominell deutlich besser aufgestellt. Keinem Höchstadter gelang ein Sieg, lediglich fünf Remis machten die Niederlage erträglich. Dabei sah es drei Stunden lang sogar noch deutlich knapper aus.
Die ersten vier Partien endeten allesamt unentschieden. Christian Koch und Michael Brunsch sicherten ihre halben Punkte frühzeitig in unspektakulären Duellen. Oliver Mönius und Michael Gorka gingen in komplexen Endspielen kein Risiko mehr ein. Beim Stand von 2:2 drehten die Rottendorfer auf, den Gastgebern schwanden die Kräfte und die richtigen Züge blieben aus. Tobias Schwarzmann gab nach einer Springergabel sofort auf. Das Remis von Mannschaftsführer Holger Schwarzmann blieb der letzte halbe Zähler auf Höchstadts Konto, denn Spitzenspieler Peter Seidel gab mit drei Bauern im Rückstand auf, und auch Alexander Mönius, der im Läufer-Springer-Endspiel auf volles Risiko setzte, unterlag nach fünf Stunden. 1:3 Mannschaftspunkte bedeuten für den SCH Platz 7 in der Zehner-Liga. Rottendorf ist Spitzenreiter, das Tabellenende zieren Sailauf und Hof. sd


Kreisliga Bamberg

SC Höchstadt II -
Post SV Bamberg 5,5:2,5
An Brett 1 bis 6 agierten die Gäste nominell auf Augenhöhe, mit einem klaren Höchstadter Sieg war deshalb nicht zu rechnen. Joachim Kröger setzte sich an Brett 8 nach 90 Minuten klar durch, fuhr das 1:0 mit Dame gegen Turm ein. Horst Schulz steuerte ein frühes Remis bei.
Norman Bauschke, Mannschaftsführer Elias Pfann und Alfred Götzel erhöhten uneinholbar auf 4,5:0,5. Alle drei Höchstadter setzten ihre Bauernvorteile geschickt zum Sieg um. An Brett 4 und 1 unterlagen anschließend Wolfgang Paulini und Janusz Gorniak. Peter Metzner an Brett 7 gewann dank eines Freibauern. Das Spitzentrio SC Bamberg III, TV Hallstadt und SC Höchstadt II führt die Liga souverän mit weißer Weste an und wird den Titel unter sich ausmachen. sd


Kreisliga 2 Mfr.

SK Herzogenaurach III -
SC Eggerbachtal 4:4
SK-Vorsitzender Horst Habermann war erfolgreich, eine Partie ging verloren, die übrigen endeten remis. Mit Teamchefin Stefanie Steinmüller ist Herzogenaurach auf einem guten Weg, den Sprung in die Kreisliga 1 zu schaffen. hh


Kreisliga 3 Mfr.

SK Herzogenaurach IV -
SF Fürth III 1,5:6,5
Patrick Greß und Co. hatten einen übermächtigen Gast. Der Mannschaftsführer kämpfte bis zuletzt ums Remis. Andreas Buck war der Einzige, der zuvor gewonnen hatte. Alle anderen Partien gingen an Fürth. hh