Zum 250. Geburtstagsjubiläum widmet das E.T.A.-Hoffmann-Haus Friedrich Hölderlin, dem Zeitgenossen des Dichters, eine Sonderausstellung.

Bereits am 2. Juni konnte das E.T.A.-Hoffmann-Haus wieder für Besucher geöffnet werden. Der Veranstaltungsraum des Hauses beherbergt jedes Jahr eine Sonderausstellung, die zusätzlich zur ständigen Ausstellung einen Kontext zu Hoffmann (in Bamberg) eröffnet. Ab heute, Dienstag, 23. Juni, wird nun anlässlich des 250. Geburtstages von Friedrich Hölderlin die Sonderausstellung "Hölderlin in Franken - Von Bamberg nach Coburg im himmlischen Tal" gezeigt.

Der Schriftsteller und Gymnasialpädagoge Andreas Reuß transkribierte Handschriften Hölderlins, die einen Bezug zu Bamberg und Umgebung herstellen, und präsentiert diese gemeinsam mit Bildern aus dieser Zeit: In den Jahren 1793 bis 1795 hielt sich Friedrich Hölderlin in Franken auf, kurzzeitig auch in Bamberg und Umgebung.

Hölderlin war nach seinen Studienjahren am Tübinger Stift, wo er eine Stube mit G. W. F. Hegel und Friedrich Schelling teilte, 1793 nach Waltershausen aufgebrochen, um dort eine Stelle als Hauslehrer für den Sohn der Charlotte von Kalb, geborene Marschalk von Ostheim, anzutreten. Auch die Geschichte dieser Familie ist eng mit Bamberg und dem Umland verbunden, aber auch mit Friedrich Schiller, Jean Paul und anderen bedeutenden Denkern ihrer Zeit.

Geteilte Leidenschaft

E. T. A. Hoffmann und Hölderlin teilten die Leidenschaft für das Schreiben. Die Ausstellung bringt den Besuchern Friedrich Hölderlin, eine der bedeutendsten Gestalten der deutschen Literatur, nahe und stellt ihn in fruchtbaren Dialog zum Hauskünstler Hoffmann. red