Teich- und Landwirte können künftig auf eine höhere Entschädigung für Biberschäden als bisher hoffen. Der entsprechende Ausgleichsfonds, der beim bayerischen Umweltministerium angesiedelt ist, wird ab dem kommenden Jahr um 100 000 Euro auf dann 550 000 Euro erhöht, teilt die aus dem Aischgrund stammende FW-Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt mit.

Im Jahr 2019 betrug die Ausgleichsquote 67,5 Prozent, durch die Aufstockung des Fonds steige die Ausgleichsquote. Je nach Schadenshöhe werden künftig mehr als 80 Prozent der entstandenen Kosten ersetzt. "Damit kann den Betroffenen wirklich geholfen werden, auch wenn auch diese Ausgleichsquote noch nicht optimal ist", sagt die fischereipolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der Freien Wähler, Gabi Schmidt.

Denn Teich- und Landwirte, denen durch Biber materieller Schaden entstanden ist, dürften mit diesem Problem nicht allein gelassen werden. Unterstützung finde nicht nur auf finanziellem Wege statt, sondern auch durch das Bibermanagement, welches das Umweltministerium bereits vor mehr als zehn Jahren etabliert hat. Der Biberbestand in Bayern wird auf über 22 000 Tiere geschätzt. Die Verbreitung des Nagetiers führt zu Konflikten mit Grundeigentümern und Landnutzern, bei denen der Biber Schäden verursacht - zum Beispiel durch das Fällen alter Bäume oder das Unterhöhlen von Dämmen und Wegen. Auch Bäche treten wegen der Bauaktivitäten von Bibern hin und wieder über die Ufer. In Mittelfranken wurde 2019 eine Schadenssumme von knapp 70 000 Euro anerkannt. red