Seit Anfang Mai dürfen im Zug der staatlichen Lockerungsmaßnahmen nach dem Lockdown wieder öffentliche Gottesdienste stattfinden. Unter der Wahrung eines Hygieneschutzkonzeptes können sich seither Menschen zur gemeinsamen Feier ihres Glaubens in der Kirche versammeln. Ähnlich wie bei Kulturveranstaltungen oder in der Gastronomie bevorzugen die Besucher jedoch einen Außenbereich.

Deutlich mehr Besucher kommen zu den Freiluftgottesdiensten. Nicht nur die außergewöhnlichen Angebote auf dem Kirchplatz, am Sonnenstuhl, am Kellerberg oder im Schlosshof zu den diversen Prozessionen zogen trotz der auch im Freien gültigen Maßnahmen viele Menschen an. Jeden Sonntagabend findet seit Mai eine zusätzliche Abendmesse an der im vergangenen Jahr neu geschaffenen Lourdesgrotte statt.

Dieser Ort entwickelte sich binnen eines halben Jahres zu einem Besuchermagneten. Die vorhandenen Sitzplätze reichen bei weitem nicht. Bierbänke müssen herhalten und immer wieder auf- und abgebaut werden.

Das rief die Grottenbaugruppe auf den Plan. Ein kleines Erdgefälle wurde zu zwei terrassenförmigen Stufen ausgebaut, so dass eine Vielzahl neuer Sitzplätze entstand.

Diese Aktion war eine Spende der Akteure an die St. Georgspfarrei. Nach dem Geschenk der kompletten Grottenanlage an die Pfarrei ermöglichten nun die Familien Geier, Güssregen, Frey, Dorsch und Haas mit ihrer Hände Arbeit und ihren finanziellen Mitteln auch diese ansehnliche Ergänzung auf dem Gelände. Je nachdem, wie viele Bankpatenschaften erfolgen (eine massive Sitzbank kostet 1000 Euro), wird der ehrenamtliche Bautrupp auch die Fläche erweitern, auf der Sitzbänke angebracht werden können.

Für den Unterhalt und den Ausbau der Lourdesgrottenanlage hat das Katholische Pfarramt in Höchstadt gerade eine Sammelaktion gestartet.

In der Stadtpfarrkirche St. Georg betreuen zwar Pfarramt und Pfarrgemeinderat seit Mai die Umsetzung ihres Schutzkonzeptes: Abstandswahrung in den Bänken, Händedesinfektion im Eingangsbereich des Gotteshauses sowie Maskenpflicht beim Betreten und Verlassen der Kirche. Gesangbücher bringen die Besucher selbst mit, sie werden nicht zur Verfügung gestellt, kein Händeschütteln zum Friedensgruß.

Zum Austeilen der Kommunion kommen die Priester an die besetzten Bänke. All das ermöglicht einen den Vorschriften angemessenen Ablauf.

"An der Lourdesgrotte feiern die Gläubigen mit Sicherheit auch nach der Corona-Krise Gottesdienste unter freiem Himmel", ist sich Stadtpfarrer Kilian Kemmer sicher. Seit der Aufnahme des Höchstadter Gebetsorts in den 1100 Kilometer umfassenden "Fränkischen Marienweg" kommen täglich regionale und überregionale Besucher zu der Grotte.

Schmiedekunst

Zu bewundern ist seit Kurzem auch das neue Zugangstor zum Grottenbereich, das Harald Dorsch mit seinen Mitstreitern selbst konzipiert und gefertigt hat. Auch hierfür spendeten viele aus der Pfarrei und darüber hinaus. LM