Post aus Bambamarca in Peru und der Partnergemeinde Tembladera erhielt Hans Meister in diesen Tagen. In den Briefen ging es um die Situation in den Dörfern hinsichtlich der Corona-Pandemie.

"Uns geht's weitgehend gut. Niemand aus der Asociación verlor bis heute einen Familienangehörigen ". Das schreibt Santos Aguilar aus Bambamarca an die Freunde in Herzogenaurach . In seinem persönlichen Fall habe sogar die ganze Familie die Pandemie ohne Symptome überstanden, nachdem sich nach einem Test für alle ein positiver Bescheid ergab.

Auch dankt Santos für die Überweisung von 5500 Euro, das sind 23 319,42 Soles. Beim nächsten Treffen Mitte Februar werde man über die Verwendung der Hilfen aus Herzogenaurach für 2021 beraten.

Die Auswirkungen von Corona in Peru sind seinen Erläuterungen zufolge sehr unterschiedlich. In der Region Cajamarca nahm die Ansteckung zu. Am 20. Januar gab es 274 Tote in Peru (32 Mio. Einwohner), in Bambamarca war es seit Jahresbeginn nur ein Toter. Jetzt wurden neun Infizierte ins Hospital gebracht. Die Regierung erließ erneut Ausgehverbot für die Nächte und die Sonntage.

Pfarrer Segundo aus der Partnergemeinde Tembladera sieht die Lage sehr kritisch. Er ergänzt in einem weiteren Schreiben, dass in Tembladera die zweite Welle zu zahlreichen Ansteckungen, besonders in einigen kleineren Dörfern, geführt habe. Das Gesundheitszentrum arbeite auf Hochbetrieb, es mussten mehr Ärzte und Mitarbeiter eingestellt werden. bp