Seit über zwei Jahrzehnten arbeiten die sozialen Betriebe der Laufer Mühle und das Jobcenter des Landkreises Erlangen- Höchstadt eng zusammen. Dabei konnten sehr viele Menschen, die aus dem Arbeitsmarkt herausgefallen waren, wieder erfolgreich beruflich integriert werden.

Immer wieder gelingt es beiden Institutionen, in Abstimmung mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Handwerkskammer , mit neuen und aktuellen Qualifizierungsmodulen auf die sich stetig veränderten Anforderungen der modernen Arbeitswelt zu reagieren. „Durch den intensiven und regelmäßigen Austausch finden wir so die passgenauen Angebote für unsere Kunden“, erklärt die Leiterin des Jobcenters , Heike Fischer .

Dass oftmals auch psychische Erkrankungen in die Langzeitarbeitslosigkeit führen und für eine Reintegration in den Arbeitsmarkt deshalb therapeutische Begleitung und Hilfen notwendig sind, erfuhren die Arbeitsvermittler des Jobcenters , die erst seit kurzem in der Behörde beschäftigt sind, bei einem Besuch in der Laufer Mühle. Menschen, die aufgrund ihrer Suchtabhängigkeit ihre Arbeit verloren hatten und nun eine IHK-Qualifizierung zum soziotherapeutischen Assistenten durchlaufen, führten die Gäste durch das Sozialzentrum . Dabei erklärten sie den interessierten Zuhörern, wie sie Schritt für Schritt in die Fänge der Abhängigkeit geraten sind und mit welchen Strategien sie nun den Ausstieg aus der Krankheit bewältigen.

Neben der Suchttherapie bieten so die vielen Qualifizierungsmöglichkeiten, die die sozialen Betriebe im Dienstleistungssektor oder Handwerk anbieten, realistische Chancen zum beruflichen Wiedereinstieg.

Verzahnung

„Zuerst konnte ich mich hier intensiv mit meiner Suchtabhängigkeit auseinandersetzen und lernen, ohne Drogen zu leben. Parallel dazu konnte ich in der Arbeitstherapie mein Durchhaltevermögen trainieren. Und nun plane ich eine IHK-Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print“, schildert Dominik, der die Verzahnung von beruflicher Qualifizierung und Therapie in der Laufer Mühle als „optimal“ und damit für sich als passgenau betrachtet. red