„Wir wollen ein wichtiges Zeichen setzen“, erklärte Bürgermeister Jürgen Jäkel in der letzten Gemeinderatssitzung und bat das Gremium, dass sich die Gemeinde Großenseebach der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg beitritt.

Es sei ein Erstarken der nationalistischen Bewegung zu beobachten, sagte der Bürgermeister . So hätten sich in den vergangenen Jahren in unserem Land immer mehr Rechtsextremismus , fanatischer Nationalismus und Rassismus breitgemacht. Dies betreffe alle Bereiche der Gesellschaft. Auch Kommunen sind nach Jäkels Worten immer häufiger betroffen und würden zum Beispiel verunsichert, wenn Neonazis Veranstaltungen anmelden. Hier stellt sich dann die Frage, wie die Kommunen am besten mit dieser Situation umgehen und was sie tun können.

Zu Fragen wie diesen gibt ein Verein Hilfestellung, der bereits 2009 gegründet wurde. Die „Allianz gegen Rechtsextremismus in der Europäischen Metropolregion Nürnberg“ versteht sich als unabhängiges und solidarisches Netzwerk, das dagegen kämpft. Egal welchen politischen, sozialen, religiösen, nationalen oder rechtlichen Hintergrund die einzelnen Mitglieder des nicht eingetragenen Vereins haben, geht es in der Allianz gegen Rechtsextremismus darum, allen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit insbesondere Rassismus, Antisemitismus , Antiziganismus, Islamfeindlichkeit sowie Menschenverachtung und Demokratiefeindlichkeit entschieden entgegenzutreten.

Die Ziele der Allianz sind, den Widerstand gegen rechtsextremistische Aktivitäten zu stärken und möglichst viele Menschen bei aktuellen Anlässen zu mobilisieren, um damit eine offensive öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus zu fördern.

Derzeit gehören der Allianz 155 Städte , Gemeinden und Landkreise sowie 270 zivilgesellschaftliche Organisationen und Institutionen an, die Mitgliederzahlen wachsen kontinuierlich. Mitgliedsbeitrage werden nicht erhoben.

Das Gremium begrüßte den Vorschlag des Bürgermeisters und sprach sich einmütig für den Beitritt aus.