Ein zehnjähriger Junge ist am Sonntag gegen 13 Uhr in Weisendorf im Schlosspark von einem bislang Unbekannten hinterrücks und völlig unvermittelt so stark geschubst worden, dass er bäuchlings stürzte, sich beim Aufprall auf den Boden zwei Schneidezähne abbrach und offenbar wegen des heftigen Aufpralls sogar kurzzeitig bewusstlos war.

Derjenige, der den Jungen so heftig geschubst hatte, stammte nach bisherigem Kenntnisstand der Polizei aus einer Gruppe von drei Kindern beziehungsweise Jugendlichen, die kurz nach der Tat noch einen anderen kleinen Jungen auf dem dortigen Spielplatz ansprachen und ihm Geld dafür boten, wenn er am kommenden Tag wiederkäme.

Dank der Schilderung dieses zweiten kleinen Jungen und der Recherchen seiner Stiefmutter liegt eine Beschreibung des Trios vor. Demnach seien alle drei mit Mountainbikes unterwegs gewesen. Das Alter von zweien der drei Jungs wurde auf 13 bis 15 Jahre geschätzt, während der Dritte im Bunde deutlich jünger gewesen sei, und zwar so etwa zehn Jahre alt.

Die beiden älteren Jungs trugen der Beobachtung nach Motocross-Helme, der eine matt-schwarz und der andere grün mit aufgesteckter Helmkamera. Der Jüngere des Trios wurde als auffällig heller Typ beschrieben, mit hellblonden Haaren, blauen Augen und eben auch sehr heller Haut.

Das Trio wurde kurze Zeit nach der Tat nochmals auf dem Fahrradweg zwischen Weisendorf und Großenseebach gesichtet. Da der Vorfall der Polizei erst rund eindreiviertel Stunden nach der Tat gemeldet wurde, blieb die Fahndung nach den Tatverdächtigen zunächst erfolglos.

Zeugen des Vorfalls werden dringend gesucht und gebeten, sich bei der Polizei Herzogenaurach zu melden, Telefon 09132/7809-0. pol