Zum Interview: „Das ist meine letzte Amtsperiode“ im Fränkischen Tag vom 17. Mai 2021:

Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch an Bürgermeister Friedrich Gleitsmann für das imposante Dienstjubiläum. 25 Jahre an der Spitze einer Gemeinde zu stehen ist eine Leistung, die nicht so oft erreicht wird in den bayerischen Kommunen.

Auch ein verdienter Jubilar sollte jedoch eine demokratisch getroffene Entscheidung anerkennen und den „2. Wachenrother Bürgerentscheid “ aus dem Jahr 2016 zu den Windrädern akzeptieren.

Seine Aussage, dass die zwei Windräder im Staatsforst Birkach „nur ein wenig vom ursprünglichen Standort entfernt stehen und wir sehen sie genauso“, ist meiner Meinung nach ein wenig unglücklich formuliert. Hier entsteht für den Leser der Eindruck, dass der Bürgerentscheid vom 28. Februar 2016 keine Wirkung gehabt habe.

Tatsache ist jedoch, dass sich der Abstand vom nächstliegenden Windrad nach Weingartsgreuth entgegen der verhinderten Planung nahezu verdreifacht hat – von 750 Meter auf 2100 Meter!

Untermauert wird dieser Sachverhalt mit einem Blick in die zwei Schattenwurfgutachten: Im Gutachten zum Windpark Wachenroth war für den Ort Weingartsgreuth eine Verschattung an bis zu 121 Tagen im Jahr angegeben. Das Gutachten für den Windpark Birkach kommt zu dem Ergebnis, dass die Bevölkerung im Ort Weingartsgreuth an null Tagen im Jahr durch Schattenwurf belästigt wird.

Zudem hat der Bürgerentscheid weitere Windräder im Nahbereich von Wachenroth verhindert. Zwischen Kleinwachenroth und Weingartsgreuth , im Bereich des sogenannten Schellenberges, befindet sich das Windkraftgebiet WK 46. In diesem Gebiet würden in 850 bis 1000 Meter Entfernung zu Kleinwachenroth auch noch zwei Windräder Platz finden. Wie gut, dass sich die Wachenrother Bürger im Bürgerentscheid für 10H ausgesprochen haben. Ich finde nämlich Windkraft mit Abstand am besten.

Erich Weichlein

Weingartsgreuth