Der Marktgemeinderat Weisendorf behandelte Fragen zur weiteren Entwicklung der Kommune.

2012 war die Ortsmitte Weisendorf förmlich als Sanierungsgebiet festgesetzt worden. Die Gemeinde konnte seither verschiedene städtebauliche Verbesserungsmaßnahmen wie die Umgestaltung der Randbereiche der Höchstadter Straße, des Schlossgartens und Badweihers mit Unterstützung der Städtebauförderung realisieren. Um weitere Maßnahmen auch zukünftig mit Mitteln des Bundes und des Landes unterstützen zu können, ist der Markt Weisendorf aufgefordert, dem Zuschussgeber bis Ende 2021 ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (Isek) vorzulegen. Es solle in der Fassung vom August 2021 als ein Selbstbindungsplan beschlossen werden, erklärte dazu Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein.

Planer Thomas Rosemann erläuterte: „Als Selbstbindungsplan der Gemeinde sind die im Isek enthaltenen Zielaussagen bei allen künftigen städtebaulichen Planungen und Bauleitplanungen des Marktes Weisendorf besonders zu berücksichtigen.“

Zur Städtebauförderung erläuterte Rosemann die Jahresmeldung für 2022 und die Fortschreibungsjahre 2023 bis 2025, die bei der Regierung von Mittelfranken bis Jahresende anzumelden sind. Für 2022 wird Mittelbedarf für die Errichtung der Toilettenanlage im Schlossgarten und die Umgestaltung der Freiflachen südöstlich des Badeweihers angemeldet. Als weitere Ordnungsmaßnahmen sollen bis 2025 das Kulturufer Mühlweiher, das Projekt Vorstadtstraße, der Marktplatz und Birkenhof angegangen werden.

Die Umgestaltung entlang der Haupt-, Neustadter und Kirchenstraße, des Mönchwegs sowie „Am Windflügel“ soll erst nach 2025 angepackt werden.

Das Isek eröffnet weitere Möglichkeiten. Angeregt wird die Erstellung eines Mobilitätskonzepts, die Erstellung eines Leerstands- und Brachflächenkatasters, die Änderung bestehender Bauleitpläne wie des „Wohnpark Schlosswiese“ oder auch die Aufstellung eines Sanierungsplans „Ortsmitte Weisendorf “, mit denen die Ziele der Ortskernsanierung bei Bedarf weiter präzisiert werden.

„Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist es, den Flächenverbrauch im Freistaat deutlich und dauerhaft zu senken, und kommunales Flächenmanagement ist ein strategisches Instrument zur Unterstützung einer vorausschauenden Steuerung insbesondere im Innenbereich der Kommunen“, verdeutlichte dabei der Planer. Verwaltung und Bürgermeister wurden beauftragt, den Förderbedarf bei der Regierung von Mittelfranken anzumelden.