Beim Markt Weisendorf ist eine weitreichende Entscheidung gefallen: Der Markt bleibt für weitere 20 Jahre Partner der Bayernwerke Netz GmbH ( Bayernwerk ) in Sachen Stromversorgung . Den Konzessionsvertrag schloss die Gemeinde am Freitag, zuvor hatte der Gemeinderat für die Fortführung der bereits zwei Jahrzehnte andauernden Kooperation gestimmt und so den Weg dafür frei gemacht.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir mit unserem neuen Angebot überzeugen und uns gegen Mitbewerber behaupten konnten“, erklärten Bernd Göttlicher und Ralf Schwarz von der Kommunalbetreuung des Unternehmens anlässlich der Vertragsunterzeichnung im Weisendorfer Rathaus. Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein besiegelte die erneuerte Zusammenarbeit mit seiner Unterschrift.

Weisendorf hat dem Bayernwerk den Zuschlag für die Stromkonzession damit bis zum Jahr 2044 erteilt. Diese erlaubt es dem Bayernwerk , Leitungen in öffentlichen Wegen zu verlegen. Das Angebot überzeugte Marktgemeinderat und Bürgermeister. „Wir freuen uns sehr, dass wir in Weisendorf weiter Partner sein dürfen“, sagte Bernd Göttlicher, „uns ist eine sichere, zukunftsfähige und effiziente Versorgung wichtig. Deshalb investieren wir kontinuierlich in unsere Netze.“ Aufträge vergebe das Bayernwerk vorzugsweise an heimische Firmen.

Weisendorf liegt im Zuständigkeitsbereich des Bayernwerk-Kundencenters Bamberg. Zum Stromnetz der rund 6600 Einwohner zählenden Kommune gehören 33 Trafostationen, ein Mittel- und Niederspannungs-Stromnetz von über 159 Kilometern und rund 2047 Hausanschlüsse. Die jährliche Stromabgabe liegt bei rund 18 Millionen Kilowattstunden. Die Betreuung für Weisendorf wird vom Kundencenter Bamberg und der Anlaufstelle Höchstadt gewährleistet.

Ein Konzessionsvertrag ist die Basis für die Energieversorgung in einer Kommune. Er definiert Rechte und Pflichten der Vertragspartner. Die Regelung der Wegenutzung ist ein zentraler Bestandteil. Sie ermöglicht es dem Energieversorger , unter Straßen, Radwegen, Bürgersteigen und Plätzen Leitungen zu verlegen und zu betreiben. Für diese Wegenutzung zahlt das Bayernwerk an die Gemeinde Weisendorf eine jährliche Gebühr.

Bürgermeister Hertlein äußerte sich zufrieden mit dem Ergebnis und begründete die Entscheidung der Kommune damit, dass sich das Bayernwerk in den vergangenen Jahren als zuverlässiger und innovativer Partner erwiesen habe. „Um auf lange Sicht attraktiv zu bleiben, benötigen wir eine zukunftsfähige Infrastruktur“, so Hertlein. Ralf Schwarz ergänzt: „Speziell vor dem Hintergrund der voranschreitenden Energiewende brauchen Kommunen Partner für moderne, leistungsfähige Netze. Das gilt vor allem im Strombereich. Denn hier stellt der Umstieg auf immer mehr erneuerbare Energien bisweilen ganz neue Anforderungen an das Netz und erzwingt so eine permanente Anpassung der Leitungen und Anlagen. Genau dafür werden wir in den nächsten 20 Jahren sorgen.“

Die Verbraucher selbst könnten wie bisher ihren Stromlieferanten frei wählen, die Bayernwerke sorgten ausschließlich für eine sichere Stromversorgung .

Das Unternehmen ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Sein Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.