Am Pfingstmontag kamen in Herzogenaurach im Garten des Kindergartens an der Edergasse die Gläubigen des katholischen Seelsorgebereichs zu einem Freiluftgottesdienst zusammen. Damit sollten die Gläubigen auch in Coronazeiten eine wichtige Form des gemeindlichen Zusammenseins erleben können.

Die Mesner der Pfarreien hatten die Bänke mit dem nötigen Abstand auf der Rasenfläche und unter den Bäumen im Garten aufgestellt. Beim Gottesdienst wurde Stadtpfarrer Helmut Hetzel von zwei Ministrantinnen sowie zahlreichen Kommunionhelfern unterstützt. Für die musikalische Unterstützung zeichnete die Band Spirit of Life aus der St. Josefspfarrei in Niederndorf verantwortlich.

In seiner Begrüßung merkte Hetzel an, daß Pfingsten zwei Feiertage hat, denn die Geistsendung sei es wert, dass man an zwei Tage feiert. Es sei wichtig, sich nicht hinter den Kirchenmauern zu verstecken, vielmehr in die Stadt hinauszugehen.

Nach dem Evangelium nach Lukas merkte Hetzel in der Predigt an, daß ein aufgewärmtes Essen vom Sonntag am Montag oft besser und intensiver schmeckt. Aber ist der Pfingstmontag nur ein „Aufwärmen“ des Pfingstsonntags? Muß er, der Zelebrant, die Zusage des Heiligen Geistes von Pfingsten heute, am Pfingstmontag, nochmals wiederholen?

Am Pfingstmontag wird in der Lesung ein Brief des Apostels Paulus an die Epheser verlesen, der, wie alle seine Briefe, älter als die Evangelien ist. Paulus schrieb an seine Gemeinden, um sie zu ermutigen, quasi eine Predigt „online“. Darin ermutigt er sie mit den Worten: „Ihr alle seid erwählt.“ Denn alle Gotteskinder seien von Gott selbst auserwählt und haben den Heiligen Geist empfangen. Es gelte daher, den Menschen bewusstzumachen, was in ihnen steckt, was es bedeute, den Heiligen Geist in sich zu haben. Denn in der Firmung durch den Bischof äußert dieser: „Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist .“

Hetzel forderte die Familien unter den Anwesenden auf, sich in Erinnerung an die eigene Firmung gegenseitig ein Kreuz auf die Stirn zu zeichnen.

Leider mußte coronabedingt das Verweilen in geselliger Runde nach dem Gottesdienst in diesem Jahr unterbleiben.