Seit wenigen Wochen hat das Jugendhaus „rabatz“ wieder für seine Besucher geöffnet. Der Außenbereich lädt zum Verweilen ein und auch bereits die ersten gemeinsamen Aktionen sind geplant, ehe es Ende Juli „mit Vollgas in die Sommerferien geht“, so Daniel Birk, pädagogischer Leiter des Jugendhauses , in einer Pressemitteilung.

Er weist darauf hin, dass in der letzten Jugendkonferenz, die Ende März dieses Jahres virtuell stattfand, häufig der Wunsch geäußert wurde, mehr Umfragen durchzuführen. Bereits im vergangenen Jahr fand eine umfangreiche Bedarfserhebung in Form einer Umfrage statt, die angesichts der Umstände jedoch lediglich online durchgeführt wurde. Auf Grundlage der Ergebnisse können bedarfsgerechte Angebote, Aktionen und Projekte gestaltet werden. Nun sollen die jungen Menschen direkt angesprochen und zu aktuellen Themen befragt werden. Unter anderem wird das bald in Herzogenaurach Einzug haltende Jugendparlament thematisiert. Darüber hinaus beschloss der Stadtrat die Schaffung einer neuen Stelle, nämlich die eines Streetworkers. Auch dies bekommt seinen Raum in den Interviews .

Am Bedarf orientieren

So ambitioniert die Anträge des Stadtrats zunächst sind – diejenigen, die von dem Angebot profitieren sollen, kamen bisher noch nicht zur Sprache. Das soll sich nun ändern. Das Team des Jugendhauses um Birk möchte nun wissen, welche Anforderungen und Erwartungen die Jugendlichen an eben diese Vorhaben stellen, so dass sich das Angebot von Anfang an an den tatsächlichen Bedarfen und Wünschen der Zielgruppe orientiert.

Und da kommt Lena Lintzmeyer ins Spiel. Die 19-Jährige, die gerade ihre Ausbildung zur Erzieherin macht und derzeit ein Blockpraktikum im „rabatz“ absolviert, nimmt sich der Sache an und arbeitet einen entsprechenden Fragenkatalog aus, mit dem sie dann loszieht und die Meinungen der Jugendlichen einholt. „Da ich ein kleines Projekt durchführen darf, habe ich mir das Thema Jugendmitbestimmung ausgesucht, da ja bald das Jugendparlament in Herzogenaurach gewählt wird und das Thema insgesamt ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit ist. Ich finde es persönlich auch sehr wichtig, dass man an den Interessen und Meinungen der Jugendlichen anknüpft und dementsprechend Angebote und Aktivitäten umsetzen kann“, erklärt Lena Lintzmeyer. Das Team des „rabatz“ freut sich auf die Rückmeldungen der Jugendlichen , mit denen sowohl das Anforderungsprofil des Streetworkers als auch die Erwartungshaltung an das Jugendparlament skizziert werden sollen. Denn „Mitbestimmung und Teilhabe“, betont Daniel Birk, „sowie die realen Wünsche, Sorgen und Anregungen unserer Besucher sind das A und O unserer Arbeit.“ red