Lange hatte sich der Stammesrat der „Adelsdorfer Raubvögel“ vom Pfadfinderbund Mosaik überlegt, wohin dieses Jahr die Großfahrt führen soll. Corona schränkt die Aktivitäten derzeit ja nach wie vor ein. Gemeinsam wählten sie dann die Insel Rügen als Ziel aus. „Zusammen waren wir 18 Teilnehmer: zwölf Sipplinge und sechs Führer, darunter unser Stammesführer Julian, alle im Alter zwischen elf und 22 Jahren. Los ging’s schon am ersten Ferienwochenende“, berichtet die 18-jährige Traisa (das ist ihr Fahrtenname) aus Aisch. Mit dem Zug – mit mehrmaligem Umsteigen und viel Gepäck – machte sich die Gruppe auf den Weg in den Norden. Früh um 8 Uhr ging es in Erlangen los und abends um 18 Uhr kamen alle auf Rügen an.

Regen und Schnakenplage

„Anfangs hat es recht viel geregnet und das ganze Gepäck, aber auch wir selber wurden oft nass“, erzählt Traisa. Auch die Schnaken machten den jungen Leuten zu schaffen. „Am Ende waren unsere Beine voller Stiche“, erzählt die zwölfjährige Minu.

Die ersten zwei Tage standen gemeinsame Wanderungen an. Dann trennten sich die Scouts und machten sich für zehn Tage zum Sippenhaijk (Orientierungslauf in Gruppen) auf den Weg. Jede Mannschaft erkundete einzeln die Insel. Ein Teil ist ans Meer gelaufen und fuhr mit dem „Rasenden Roland“, der Rügenschen Kleinbahn. Eine andere Gruppe wanderte zu verschiedenen Seen . Nach zehn Tagen trafen sich alle auf einem Campingplatz in Lübeck.

Ausruhtag war notwendig

Dem dringend nötigen Ausruhtag, an dem auch wieder alles sortiert wurde, folgte ein Aktionstag. „Der Besuch mit der Führung im Hansemuseum war echt interessant“, berichtet Jonas (12).

Ein Nachtspiel in Lübeck mit fünf Posten rundete den Tag ab. Am Abschlusstag durften alle erst mal ausschlafen und Lübeck erkunden. Anschließen stand ein Abschlussessen auf dem Programm, ehe es per Zug wieder in die Heimat ging. Dort warteten bereits die Eltern der Teilnehmer.