Zu unserem Artikel über die Firma Schaeffler und die Südumgehung Herzogenaurachs erreichte uns eine Stellungnahme von Helmut König , Vorsitzender der Kreisgruppe Erlangen-Höchstadt des Bundes Naturschutz :

Schaeffler investiert 80 Millionen in seine Wettbewerbsfähigkeit . Das ist gut so. Man wirbt mit 360 neuen Mitarbeitern , mehr als 1200 verlieren voraussichtlich aber ihren Arbeitsplatz . Trotz dieser Negativbilanz preist Bürgermeister German Hacker den Start des Planfeststellungsverfahrens an - sinngemäß: "Es profitieren doch vor allem die Beschäftigten Schaefflers von dem Straßenbauprojekt ".

Es geht also nicht darum, unsere Umwelt zu schonen und den Verkehr zu verbessern, sondern darum, Schaeffler nicht zu verärgern. War doch Hacker selbst vor Jahren noch Gegner dieses Umweltfrevels. Nun wird in Coronazeiten das Verfahren eröffnet. Was Planer und Politiker in mehr als zehn Jahren in sieben Ordnern der Bevölkerung und den Verbänden (alles Ehrenamtliche) zur Stellungnahme anbieten, soll von denen in vier Wochen geprüft werden. Dann denken Behörden wieder etwa zwei Jahre über die Einwände nach - was für eine Diskrepanz!

Ein Zitat des Bürgermeisters können wir vom BN voll unterstreichen: "Die Ampel in Niederndorf ist die schlimmste im ganzen Gebiet". Trotzdem versucht man nicht, dieses Problem zu lösen, gibt voraussichtlich 70 Millionen Euro aus, die Umweltschäden natürlich nicht mitgerechnet. "Man hat ja alle Alternativen beachtet" heißt es, wohl aber nur unter dem Damoklesschwert von Schaeffler.

Wir unterstützen den Antrag der Herzogenauracher Freien Wähler , dass vorher ein Gesamtverkehrskonzept erstellt wird. Man versucht wieder - wie schon bei der Entwidmung der Schiene, nun vor der Aurachtalbahn-Studie -, unumkehrbare Fakten zu schaffen, die die Umwelt massiv belasten. Es müssen umweltfreundliche und zukunftsfähige Angebote gefördert werden. Auch ein Umdenken muss erfolgen. red