Bei der Ehrung der erfolgreichsten Teilnehmer des W-Seminars des Höchstadter Gymnasiums wollte man gerade in dieser schwierigen Zeit zeigen, dass am Gymnasium von Schülern gut gearbeitet wird und herausragende Seminararbeiten verfasst werden. Hervorragende Arbeiten aus dem geisteswissenschaftlichen (GW) und dem Bereich Naturwissenschaften (NW) wurden ausgezeichnet und prämiert sowie Sonderpreise vergeben.

Michael Hipp begrüßte die übersichtliche Gästeschar in der Aula des Gymnasiums und sprach gleich von mehreren Krisen . Die Schüler hätten es in der Corona-Zeit viel schwerer gehabt, denn der Kontakt zum Lehrer habe gefehlt, die Büchereien seien geschlossen gewesen, und trotzdem hätten sie es geschafft. Dazu sei die Krise der Schule gekommen: Der Termin sei immer wieder verschoben worden, man habe nichts wie gewohnt machen können, und trotzdem seien die Sponsor-Partner bereit gewesen, mitzumachen. Es sei intensiv diskutiert worden, und dabei sei die Idee herausgekommen, die tüchtigen Schüler wenigstens zu belobigen. Hipps Dank ging an die betreuenden Lehrerinnen Kristin Gediga, Christine Tichi, Caroline Böckl und Christiane May-David.

Intensiv in Themen eingestiegen

Die letzte Krise sei aber besonders tragisch , denn es gebe keine Schnittchen, keinen feierlichen Rahmen, keine Gäste. Hipp freute sich aber, die langjährigen und treuen Sponsoren der W-Seminarmesse, den Schulpartner Martin-Bauer-Group Vestenbergsgreuth mit Hedi Wedel und Elke Reitmayer von der Bücherstube Höchstadt, begrüßen zu können.

Schulleiter Roland Deinzer ging auf die gute Errungenschaft der Schule ein, dass man in den W-Seminaren intensiv in Themen einsteigen könne und natürlich davon profitieren werde. Beim Kollegen Michael Hipp bedankte er sich: "Seiner Beharrlichkeit verdankt ihr es, dass ihr heute hier sitzt!"

Hedi Wedel (Martin-Bauer-Group) gratulierte den erfolgreichen Schülern und überreichte den Preisträgern Tim Gapa und Sarah Engelhardt den Seminararbeitspreis von 150 Euro. Elke Reitmayer (Bücherstube) schloss sich den Glückwünschen an und hatte für Johanna Lisch und Sophia Ludäscher je einen Büchergutschein dabei.

Die Preisträger und ihre Themen

Seminarpreisträger (GW) Tim Gapa, dessen Thema "Narnia und Mittelerde - zwei Sekundärwelten im Vergleich" war, erklärte: "Das Thema habe ich aufgrund meiner Begeisterung für die Literatur von C.S. Lewis und J.R.R. Tolkien gewählt, die mich seit meiner Kindheit begleitet und begeistert."

Sonderpreisträgerin (GW) Sophia Ludäscher hatte sich mit der Synagoge Mühlhausen (Mittelfranken) beschäftigt. Unter anderem bringt sie dem Leser die ehemalige Innenarchitektur der Synagoge näher und bietet einen Einblick in die wechselvolle geschichtliche Vergangenheit der Juden in der Marktgemeinde Mühlhausen.

Seminarpreisträgerin (NW) Sarah Engelhardt schrieb ihre Arbeit über die "Photometrische Bestimmung des Koffeingehalts diverser Getränke". Als Erkenntnis konnte sie gewinnen, dass sich bei moderatem Konsum eine positive Wirkung von Koffein für Körper und Geist zeigt. Bei übermäßigem Konsum jedoch könnten sich schwerwiegende Folgen für die Gesundheit ergeben: "Auch bei Koffein gilt: Die Dosis macht das Gift!"

Sonderpreisträgerin (NW) Johanna Lisch hatte das Thema "Bewegte Schule - ein Modell und seine Bedeutung für Schüler der 5. Jahrgangsstufe" gewählt. In ihrer eigenen Schulzeit habe sie bemerkt, dass Bewegung gerade im Unterricht kaum eine Rolle spielt, obwohl doch jedem die vielen positiven Auswirkungen von körperlicher Aktivität bekannt seien. Durch ihre Seminararbeit konnte sie feststellen, welches große Potenzial Bewegung im Unterricht hat. Sie hofft, dass in Zukunft mehr auf solche Möglichkeiten zurückgegriffen wird und die Schule in Bewegung kommt.

Nächstes Jahr richtige W-Seminarmesse?

"Natürlich gab es noch mehr Top-Arbeiten", sagte Michael Hipp am Ende. "Die Jury mit Michael Wirth (Personalleiter Martin-Bauer-Group), Elke Reitmayer (Bücherstube) und OStD Roland Deinzer hatte wirklich die Qual der Wahl." Die Schule hoffe darauf, dass nächstes Jahr wieder eine richtige W-Seminarmesse stattfinden kann.