Die Adelsdorfer SPDler Norbert Lamm und Jörg Bubel haben Anträge zu den nächsten Gemeinderatssitzungen am heutigen Mittwoch und am Freitag, 30. April, gestellt. So beantragen sie, den Gemeinderat über den Stand der Beauftragung eines Verkehrsplaners zu informieren. Dem Gemeinderat und den Anwohnern des Oberdorfes sei die Beauftragung eines Verkehrsplaners bereits für März 2021 zugesagt worden. Der Punkt stehe aber auch jetzt, Ende April, noch nicht auf der Tagesordnung des Gemeinderates, erläutert Norbert Lamm und fährt fort: „Die Anwohner haben im Gegensatz zu den Gemeinderäten anscheinend bereits einen Terminplan für die Erstellung des Verkehrskonzeptes erhalten. Danach sollen Verkehrszählungen erst nach Baubeginn und damit bei einseitig gesperrten Straßen durchgeführt werden.“ Das mache aber überhaupt keinen Sinn, ergänzt Jörg Bubel. Eine umfassende Information des Gemeinderates über die Sachlage ist nach Auffassung von Lamm und Bubel deshalb unbedingt erforderlich. Da sie davon ausgegangen sind, dass der Bürgermeister von sich aus den Punkt auf die Tagesordnung setzt, konnten sie den Antrag erst nach Erhalt der Sitzungsunterlagen stellen, begründen sie ihren späten Antrag.

In einem weiteren Antrag verlangen die SPD-Gemeinderäte, dass die für Freitag vorgesehene nichtöffentliche Sondersitzung des Gemeinderates auf der Kläranlage als öffentliche Sitzung in der Aischgrundhalle abgehalten wird. Das Thema „ Kläranlage “ mit dem geplanten Bau der Hochlastfaulung stelle keinen Grund für eine nichtöffentliche Sitzung dar, sind sich Lamm und Bubel sicher. Im Gegenteil, führen sie aus, sei dieses Thema für die Öffentlichkeit von großer Bedeutung, da es wesentlichen Einfluss auf die bereits jetzt sehr hohen Abwassergebühren in Adelsdorf habe. Die angekündigten Mehrkosten der Hochlastfaulung von rund drei Millionen Euro und die bisherige Terminverzögerung um rund fünf Jahre verlangten eine gründliche und detaillierte Behandlung im Gemeinderat . Ein einfaches Abnicken auf der Kläranlage dürfe es nicht geben. Bei einem solchen Projekt müsse auch intensiv nach Einsparmöglichkeiten gesucht werden, verlangen Lamm und Bubel. red