Auf den Friedhöfen in Gremsdorf und Sterpersdorf versammelten sich am Allerheiligenmorgen trotz ungünstiger Witterung Hunderte von Besuchern, um die Festmesse zum Feiertag mitzufeiern und im Anschluss daran ihrer Verstorbenen zu gedenken.

Benötigten die Friedhofsbesucher am Vormittag noch einen Regenschirm, meinte es das Wetter am Nachmittag auf dem Höchstadter Friedhof gut. Aus nah und fern reisten die Angehörigen an, um ihrer Verstorbenen zu gedenken. Beim Festgottesdienst, den die Geistlichen gemeinsam feierten, dankte Stadtpfarrer Kilian Kemmer der großen Anzahl von Menschen für „eine Demonstration gegen das Vergessen und für eine Kultur des Lebens und der Erinnerung“. Ohne die Menschen, vor deren Grab an Allerheiligen gebetet wird, „wären wir nicht das, was wir sind“. Die eigene Herkunft und seine Wurzeln nicht abzuschneiden, führe zu einer Identität, die Dankbarkeit, Zufriedenheit, aber auch Hoffnung und Zuversicht schöpfen lässt, sagte Kilian Kemmer . „Allerheiligen erinnert daran, dass der Gott der Christenheit krisensicher bleibt, selbst in Sterben und Tod.“

Passend zu diesen Gedanken spielte die Stadtkapelle unter der Leitung von Georg Römer Melodien und Choräle. Pastoralreferentin Monika Urbasik gestaltete die Gräbersegnung nach dem Gottesdienst. Dabei rezitierte sie aus Texten eines 18-Jährigen, dessen Vater im zurückliegenden Jahr starb und der seine Trauer in lyrischer Form hoffnungsvoll und trostreich reflektierte. Kilian Kemmer nahm mit Pfarrer James Nangachiveetill, Pater Wolfgang Schumacher und Diakon Georg Paszek die Gräbersegnung vor. Wolfgang Köberlein sprach das zusammenfassende Totengebet. Für eine perfekte Tontechnik sorgten Paul Maier und Michael Litz, so dass alle Teilnehmer der Feierlichkeiten von ihren Gräbern aus dem Geschehen folgen konnten. LM