Zu einem Koordinierungsgespräch zum Thema " Digitalpakt Schule" lud Bürgermeister Gerald Brehm (JL) eine echte Expertenrunde in den großen Sitzungssaal des Höchstadter Kommunbrauhauses.

Schnell wurde klar, dass die Stadt Höchstadt bisher alles unternommen hat, damit "ihre" Schulen so bald wie möglich von den Fördermitteln des Digitalpakts Schule und dessen Sonderförderprogrammen profitieren können. Dazu gehören laut einer Pressemitteilung der Stadt Höchstadt auch die Förderprogramme für Schüler- und Lehrerleihgeräte.

"Offen für Kritik"

Deshalb zeigte sich der Rathauschef über die in der örtliche Presse geäußerte Kritik verärgert, dass die Stadtverwaltung in diesem Punkt "ihre Hausaufgaben nicht gemacht habe", so dass die Zuteilung der Fördermittel nur schleppend vorangehe: "Ich bin immer offen für Kritik an Sachthemen. Aber wenn Zweifel am Engagement meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geäußert werden, die besonders in der momentanen Lage bis an ihre Belastungsgrenze arbeiten, werde ich sauer." Auch um diese Zweifel zu zerstreuen, hatte Brehm die Sitzung einberufen.

Umfangreiche Erhebung

Fakt ist, dass ein umfangreiches Erhebungsverfahren notwendig war, um den tatsächlichen Bedarf an Infrastruktur und Ausstattung an den Schulen zu ermitteln. Festgestellt wurde ein Bedarf von rund 890 000 Euro für die gesamte Medienausstattung an allen drei Schulen.

Darüber hinaus hat die Stadt jährlich eine feste Summe von aktuell 160 000 Euro für IT-Anforderungen der drei Schulen in ihrem Haushalt festgelegt. Davon werde laut Brehm auch außerhalb von staatlichen Förderprogrammen schon immer möglichst unbürokratisch der aktuelle Bedarf, beispielsweise an digitalen Ersatzgeräten bei Ausfall oder die Betreuung der Schulen durch IT-Mitarbeiter, abgedeckt. "Was notwendig ist, wird bezahlt", lautet das Credo des Bürgermeisters . "Bildung ist unser wichtigstes Gut. Das wollen und werden wir immer fördern, wo es geht."

Neben den Rektorinnen und Konrektoren aller Höchstadter Schulen, für die die Kommune der Sachaufwandsträger ist, nahmen auch die Geschäftsleitung der Stadt Höchstadt , die Kämmerei, IT-Verantwortliche sowie zwei "Beratungsrektoren Digitale Bildung" der Regierung von Mittelfranken teil.

Verkabelung in den Ferien

Jetzt können die Fördermittel beantragt und die vergabekonforme Ausschreibung der Verkabelungsarbeiten veranlasst werden, damit die Struktur für den Digitalunterricht gegeben ist und Endgeräte sinnvoll genutzt werden können. Die Arbeiten sind für die Sommerferien anvisiert. red