Der Nachwuchs nimmt die Zukunft selbst in die Hand: Die Montessorischule reagierte zum „Earth Day“ auf einen Brief des Umweltamtes , in dem eine Förderung für ein Umwelt- und Naturschutzprojekt angeboten wurde. Die Schüler der Klasse 7/8 (Smaragd) unter der Klassenleitung von Silke Umminger machten sich ans Werk und reichten eine Projektskizze mit der Idee eines „autarken Solarmoduls“ ein.

Jetzt wurde im Schulgarten an der Nutzungsstraße das Ergebnis präsentiert. Auf dem Dach des bunten ehemaligen Bauwagens wurde ein Solarmodul montiert, das Bürgermeister German Hacker präsentiert wurde. „Umwelt-, Natur- und Klimaschutz haben in Herzogenaurach einen besonderen Stellenwert“, betonte der Bürgermeister und zeigte sich insbesondere von den drei Schülerinnen Sophia, Kiana und Alessa tief beeindruckt, denn sie erläuterten dem Rathauschef alle technischen Details. „Mit dem Strom vom Dach und aus dem Stromspeicher laden wir die Akkus für die Gartengeräte, Kaffeemaschine und Wasserkocher, aber auch für iPads und sind mit der Schule verbunden“, erzählten Sophia, Kiana und Alessa dem Bürgermeister. Sie bedankten sich für die Förderung in Höhe von 950 Euro der Stadt und für die 300 Euro des Elternbeirates.

Als ein „Vorbild im Bereich der nachhaltigen Bildung und als ein Aushängeschild für die Schullandschaft“ bezeichnete der Bürgermeister die Montessorischule . „Hier fühlt man sich wie in einer Waldschule“, zeigte sich Hacker begeistert, als er erfuhr, dass sich die Klasse trotz des Regens die ganze Woche im Schulgarten aufhalten will.

Das bedeutet Selbstversorgung mit Gemüse aus dem Treibhaus und Kochen über dem offenen Feuer, wie Lehrerin Ummentinger verdeutlicht. Die Kinder sollen die Zusammenhänge des Lebens entdecken und verstehen und ihre Zukunft verantwortlich in die Hand nehmen, erklärt die Klassenlehrerin. sae