In der aktuellen Ausgabe des Höchstadter Livestream-Formats „Sonst nu was?!“, welches von Atze Bauer gemeinsam mit dem Stadtmarketing organisiert wird, wurde es ungewohnt wohnlich. Frotzelfranke Jörg Kaiser und Liederchaot Atze Bauer machten es sich im Wohnzimmerbereich im Möbelhaus Kratz bequem und hatten Besuch von Gästen aus Geschäftswelt, Kultur und sozialem Engagement.

Mit Elfriede und Margit Kratz ergründete Kaiser die Welt der Wohnzimmerlandschaften und Küchen, auf die sich das Möbelhaus Kratz spezialisiert hat. So erleben Möbel aus deutscher Eiche wieder ein Revival, die jedoch – entgegen Kaisers Klischeedenken – fernab alter Wandschränke im raumfüllenden Format liegen.

Lehrreich wurde es für Kaiser und Bauer auch, als es daran ging, Sofastoffe von hartnäckigen Schokoladen- und Fettflecken zu befreien. Nichts geht dabei über die gute alte Kernseife, bei der es sich, anders als bei der klassischen Körperwaschseife, um eine fettfreie Seife handelt – wieder was gelernt.

Mit Margit und Maria Kratz fungierten zwei der drei Geschäftsführerinnen an diesem Abend nicht nur als Gastgeber, sondern bildeten mit ihrem Bläserensemble „Bloß Blech“ den musikalischen Rahmen des Abends. Mit „Always look on the bright side of life“ von Monty Python , „I want you back“ von den Jackson 5 sowie „Sound of silence“ von Simon & Garfunkel zeigte die Formation ihre musikalische Bandbreite.

Dass er bereits mit „Sonst nu was?!“ sowie der eigenen T-Shirt-Druckerei Erfahrungen im Bereich Online-Marketing sammeln konnte, diese aber noch deutlich ausbaufähig sind, gab Atze Bauer im gemeinsamen Gespräch mit Thomas Oppelt vom Stadtmarketing Höchstadt zu. Dieser präsentierte sogleich einen ersten möglichen Lösungsansatz: Im Rahmen des Sonderfonds „Innenstädte beleben“ des Freistaats organisiert die Stadt für alle interessierten Gewerbetreibenden Workshops rund um Themen wie Online-Marketing. Erste Impulsvorträge sind Ende April geplant.

Um Hilfe der existenzielleren Art ging es im Gespräch mit Alexander Schulz, einem der Initiatoren von „Höchstadt hilft in der Ukrainekrise“. Die Hilfsbereitschaft der Höchstadter habe ihn überwältigt, so Schulz. So seien bereits in der ersten Woche der Aktion so viele Sachspenden eingegangen, dass noch am gleichen Wochenende die erste Fahrt in den Partnerlandkreis Tarnowskie Góry in Polen starten konnte. Laut Schulz werden momentan besonders Verbandsmaterial, Decken, Schlafsäcke, unverderbliche Lebensmittel und Säuglingsnahrung gebraucht. Abgegeben werden können die Spenden bei den Höchstadter Geschäftsstellen der Sparkasse oder bei Alexander Schulz direkt. red