Sichtlich überrascht waren die Kollegen der Höchstadter Polizei , als sie in der Wochenmitte einen Sattelzug mit niederländischer Zulassung an der Bundesstraße 505 bei Jungenhofen anhielten. Da der Sattelzug auf der Bundesstraße zu schnell unterwegs war, wurden die Tachografendaten ausgelesen.

Das Ergebnis schockierte die Beamten. Die Auswertung ergab, dass der niederländische Fahrer am Kontrolltag, als auch an den Tagen davor, Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h erreichte. Um einem möglichen Bußgeldverfahren zu entgehen, setzte der Fahrer manuell über das Menü am Kontrollgerät eine Ortseingabe außerhalb des Geltungsbereiches der Straßenverkehrsordnung . Der Fahrer hatte jedoch nicht damit gerechnet, dass die Beamten sein Handeln durchschauten und anhand der gefahrenen Kilometer auf den Schluss gekommen sind, dass die Ortskennung für das europäische Ausland nicht zutreffen kann. Über die Recherche der GPS-Daten konnten dann die Tatorte der Geschwindigkeitsübertretungen den Zeiten zugeordnet werden.

Bei allen Fahrten wurde nun festgestellt, dass die Übertretungen im innerdeutschen Verkehr begangen wurden. Dem Fahrer droht nun neben einem mehrmonatigen Fahrverbot auch ein vierstelliges Bußgeld. Weiterhin wird er sich wegen vorsätzlicher falscher Bedienung des Kontrollgerätes verantworten müssen. pol