An den drei Tagen vor dem Feiertag Christi Himmelfahrt fanden im Höchstadter Seelsorgebereich vier Flurumgänge statt. Die Pfarreien Sterpersdorf und Höchstadt unternahmen zwei Prozessionen gemeinsam, nach Ailersbach und auf die Antoniuskapelle. Die Mitglieder der Höchstadter St. Georgspfarrei durchstreiften unter Leitung von Pastoralreferentin Monika Urbasik zudem Wiesen, Wälder, Weiher und Äcker auf dem Weg nach Nackendorf.

Die Gremsdorfer St.-Ägidius-Gemeinde machte sich unter der Leitung von Bürgermeister Norbert Walter auf den Weg nach Nainsdorf. In den Gottesdiensten wie in den Gebeten unterwegs ging es um die Bewahrung der Schöpfung und die Verantwortung der Christen für die Natur.

Ansprache am Ende

Die Gremsdorfer Blasmusik und die Höchstadter Stadtkapelle umrahmten die Bittprozessionen musikalisch. Stadtpfarrer Kilian Kemmer hob in seiner Ansprache am Ende hervor, dass ein Christ, der nach oben schaue und „von oben Hilfe erwartet, mit beiden Beinen erdverbunden in der Welt stehen und Bereitschaft zum Handeln“ aufbringen müsse. „Eine Welt, die nach oben schaut und um ihre Begrenztheit weiß, fühlt sich auch gehalten, wenn sie ganz unten, am Boden zerstört liegt“, so Kemmer. Die Natur des Aischgrundes zeigte sich an allen drei Tagen von ihrer besten Seite und brachte ihre Schutzwürdigkeit zum Ausdruck.

Eine weitere Bitt-Prozessionen führte am Vorabend von Christi Himmelfahrt zur St. Antoniuskapelle auf den Lauberberg. LM