Stefan Moses (1928 – 2018) war einer der bedeutendsten Fotografen der Bundesrepublik. Im Jahr 2016 schenkte er dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg mehr als einhundert schwarz-weiße Fotoprints seiner Serie „Deutschlands Emigranten“. Eine Auswahl von 26 Bildern ist derzeit in einem Kabinettraum in der Dauerausstellung zu Kunst und Design des 20. Jahrhunderts zu sehen.

Thomas Mann , Fritz Bauer oder Marcel Reich-Ranicki sind nur einige der bekannten Persönlichkeiten, die Stefan Moses auf seinen Aufnahmen festhielt. Sie eint ihr Schicksal: Mit Beginn der NS-Diktatur aus politischen oder rassistischen Gründen verfolgt, waren sie gezwungen, Deutschland zu verlassen. Exemplarisch veranschaulichen Moses’ Bildnisse damit die Zäsur, die die Emigration Hunderttausender Men-schen für das kulturelle und intellektuelle Leben in Deutschland bedeutete.

Die Studioausstellung „Deutschlands Emigranten. Fotografien von Stefan Moses “ ist bis Sonntag, 3. Oktober, in der Dauerausstellung des Germanischen Nationalmuseums zur Kunst des 20. Jahrhunderts zu sehen. red