Wer dachte, die viel diskutierte Freiflächenphotovoltaikanlage im Bereich des dritten Windrads bei Lonnerstadt sei vom Tisch, der irrte: In der Gemeinderatssitzung am Montag standen zwar die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung des Bebauungsplans für die Anlage auf der Tagesordnung – beschlossen wurde aber in beiden Punkten nichts.

Vielmehr wurden die beiden Bauleitplanungen zurückgestellt. Grund dafür ist nach Mitteilung von Bürgermeisterin Regina Bruckmann (FW) die „Einsehbarkeit“, eine Richtlinie aus dem von der Gemeinde selbst aufgestellten Kriterienkatalog. Dies scheint für zwei Wohngebäude , die etwa 800 Meter von der Anlage entfernt sind, nicht gegeben. Ob man von der Anlage aus die Häuser – oder genau das Gegenteil – von der Wohnbebauung aus die Anlage sieht, ließ sich für den unbedarften Zuhörer der Diskussion nicht entnehmen. Jedenfalls muss das Thema – so die Worte der Bürgermeisterin – „sauber abgearbeitet werden“. Sichtlich verärgert war von der Aufschiebung Stefan Paulus , Geschäftsführer der Projektfirma „Wind, Wust und Sonne“.