„Es war ein anspruchsvolles Projekt“, stellte Matthias Meister fest. Die Verkehrsfreigabe der Ortsdurchfahrt von Elsendorf dürfte der Projektleiter aus dem Bamberger Landratsamt ebenso herbeigesehnt haben wie Schlüsselfelds Bürgermeister Johannes Krapp.

Etwa eineinhalb Jahre nahm der innerörtliche Ausbau der Kreisstraße BA 50 in Elsendorf in Anspruch. Fakt ist, dass der Ortsteil östlich der Stadt Schlüsselfeld dadurch eine enorme Aufwertung erfahren hat. Die unterschiedlichen Ansprüche der Nutzer – „die einen wollen den Verkehr beruhigt, die andern genau das Gegenteil“ – erforderten nach den Worten von Matthias Meister Kompromisse. Zudem habe man den Ausbau der nahen Autobahn 3 und das Grundwasser im Auge behalten müssen.

All dies unter einen Hut zu bringen, sei demnach dem Bamberger Planungsbüro Balling und dem ausführenden Tiefbauunternehmen Leipold gelungen. Jetzt biete sich dem Auge nicht nur eine „wunderschöne neue Straße“, wie Bürgermeister Krapp betonte, sondern auch ein großzügig gestalteter Ortskern. Dieser wurde bereits 2014 im Rahmen der Dorferneuerung umgestaltet.

„Um das dörfliche Leben nicht zu beeinträchtigen“, sei der Ausbau der Kreisstraße in zwei Bauabschnitten durchgeführt worden, berichtete Peter Balling. Als Erstes wurde der Bereich vom Kirchplatz bis zur Reichen Ebrach angepackt. Die mit 320 Metern größere Strecke folgte im zweiten Teil vom Kirchplatz bis zum Lacher Weg. Um die Verkehrsgeschwindigkeit zu drosseln, sei dort eine Querungshilfe eingebaut worden. Außerhalb des Förderprogramms sei zudem die Fahrbahn der Kreisstraße vom nördlichen Ortsende bis zum Bahnübergang an der Staatsstraße erneuert worden.

Die auf Kosten von 1,7 Millionen veranschlagte Maßnahme war ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises und der Stadt und wurde mit 730 000 Euro staatlich gefördert. Die Stadt nutzte die Gelegenheit, um Gräben zu verrohren, Kanalsanierungen durchzuführen und die zum Teil desolaten Gehsteige zu erneuern.