Mit vier Taufen und Lichteffekten wurde in der Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena in Herzogenaurach die Osternacht begangen. Die Feier war sehr gut besucht. Begleitet von 21 Ministranten zelebrierte Stadtpfarrer Helmut Hetzel, der auch die Predigt hielt, die Messfeier, die durch einen Chor unter der Leitung von Toni Rotter musikalisch umrahmt wurde.

Auf dem Kirchenplatz wurde das Osterfeuer entzündet, Stadtpfarrer Hetzel nahm zunächst die Weihe des Feuers vor, bevor er an diesem Osterfeuer die Osterkerze entzündete. Danach wurde die brennende Osterkerze mit dem dreifachen Ruf „Lumen Christi “ in das Gotteshaus hineingetragen. Dadurch gelangte das Licht in die Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena , beim Weg durch das Kirchenschiff entzündeten die Gläubigen ihre mitgebrachten Kerzen an dieser Osterkerze, so dass der Raum sich allmählich aufhellte. Eine einzige Kerze brach die Macht der Dunkelheit.

Die Feier in der Kirche begann mit dem Exsultet „Freuet euch, jubelt vor Freude“, das in Liedform vorgetragen wurde. Der Schöpfungsbericht aus dem Buch Genesis, die zweite Lesung aus dem Buch Exodus und das Gloria folgten. Die Orgel ließ ihren Klang von der Empore erklingen und die Glocken verkündeten der ganzen Stadt die Osterbotschaft. Der Chor der Stadtpfarrkirche wurde durch Strahler in ein gedämpftes Licht getaucht.

Stadtpfarrer Helmut Hetzel begann seine Predigt mit der Feststellung, dass Auferstehung aufreißen heiße, so dass die Gläubigen entstehen und wachsen können. Zwar wollten viele Menschen wieder eine Zeit wie vor dem Krieg in der Ukraine, ebenso wie vor Corona. Auch die Frauen am Grab wünschten sich, dass alles wie vor dem Kreuzestod Jesu wäre.

Die Botschaft von Ostern an die Christen sei: Das Alte wird aufgerissen, damit Neues entstehen kann. „Ich will Gemeinschaft neu erleben, ich will leben, ganz neu und anders“, sagte Hetzel. Dadurch könne jeder für sich eine ganz neue Beweglichkeit erfahren. Mit den Worten: „Nicht Reset ist angesagt, sondern Play“ beendete Hetzel seine Predigt .

Da es zu Zeiten des frühen Christentums der Brauch war, nur einmal im Jahr, nämlich in der Osternacht, das Sakrament der Taufe zu spenden, wird alljährlich zu diesem Termin das Taufwasser geweiht. Außerdem konnte Stadtpfarrer Helmut Hetzel James Grimmeiß, Lorenz Simmerlein sowie Darko und Nikola Obrenovic das Taufsakrament spenden. Durch diese Taufe wurde an den frühchristlichen Brauch angeknüpft. Im Anschluss an die Taufe empfingen Darko und Nikola Obrenovic das Sakrament der Firmung durch Hetzel und konnten noch an diesem Abend an der Kommunion teilnehmen.

Nach der Gabenbereitung und der Kommunion weihte Pfarrer Hetzel außerdem die Osterkerzen für St. Marien in Haundorf, St. Martin und die Marienkapelle. Nachdem sie an der Osterkerze angezündet worden waren, übergab er sie an Maria Wein, Wolfgang Seitz und Konrad Eitel.

Der Gottesdienst schloss mit der Speisenweihe. An den Kirchentüren wurden geweihte Eier durch die Geistlichen verteilt.

Wer nach der Feier der Osternacht noch über Zeit verfügte, war zur Agape auf dem Kirchenplatz eingeladen.