Kinder gut großzuziehen, ist für alle Eltern eine Herausforderung und bestimmte Lebensphasen der Kinder sind es besonders. In jeder Familie kann es vorkommen, dass unerwartete, schwere und überfordernde Situationen entstehen, die nicht mehr zu bewältigen scheinen. Dann ist es hilfreich für Eltern zu wissen, sie können sich Unterstützung holen.

In diesem Sinne hat die Lebenshilfe Erlangen der Stadt Erlangen und des Landkreises Erlangen-Höchstadt ihr Angebot um ambulante Erziehungshilfen in Form von Familien- und Betreuungshilfen erweitert. Sie bietet im Auftrag der zuständigen Jugendämter sozialpädagogische Unterstützung wie auch Maßnahmen an, die über die Förderung von Menschen mit Beeinträchtigung hinauswirken. Darauf verweist eine Pressemitteilung.

Martina Liebers, Sozialpädagogin und Systemische Beraterin, hat viele Jahre in diesem Bereich in Berlin gearbeitet. Sie leitet das neue Angebot und wird es stetig mit ihren Mitarbeitenden weiterentwickeln. Fachkräfte unterstützen die Familien in ganz unterschiedlichen Bereichen: im Haushalt, bei Erziehungsfragen, bei Behördenangelegenheiten und mehr. Es geht um Ziele und Wünsche von Kindern und Eltern .

„Grundlage ist für uns ein offener und respektvoller Umgang“, betont Martina Liebers.

Sicherlich ist das Angebot, das von der Aktion Mensch gefördert wird, besonders interessant für Eltern und Kinder mit Beeinträchtigung. Hier kann auch zu den verschiedenen anderen Angeboten der Lebenshilfe vermittelt werden. Die Beeinträchtigung eines Kindes ist aber keine Voraussetzung, um eine Familien- oder Betreuungshilfe zu bekommen.

Wichtig für alle Eltern ist, dass der Zugang nur über das Jugendamt erfolgen kann: Stadtjugendamt oder Landratsamt. „Mir ist bewusst, dass sich viele scheuen, Unterstützung des Jugendamtes in Anspruch zu nehmen. Ich kann Eltern aber nur ermutigen, das zu tun. Es ist ihr gutes Recht“, so Liebers. red