Bei der Sitzung des Gemeinderates Großenseebach stand die zweite Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Großenseebach im Fokus. Vorausgegangen war eine intensive Diskussion, denn nicht alle Mitglieder des Gemeinderates konnten sich auf Anhieb mit dem Vorentwurf des Büros TB-Markert, den Lena Lindstadt vorstellte, anfreunden.

Bereits in den vorausgegangenen Sitzungen war über eine Freizeitfläche in der Nähe des Bauhofes diskutiert worden, die unter anderem mit einem sogenannten Pumptrack ausgestattet werden soll. Wie Bürgermeister Jürgen Jäkel (MfG) erläuterte, besteht in der Gemeinde eine anhaltende Nachfrage nach gewerblichem Bauland.

Der rechtswirksame Flächennutzungsplan der Gemeinde weist nordöstlich des Hauptortes eine noch unbebaute gewerbliche Baufläche aus. Diese befindet sich entlang der südlich gelegenen Staatsstraße. Um zukünftig eine kompaktere Entwicklung gewerblicher Bauflächen an den Ortsrändern zu erreichen, soll nun ein Teilbereich der Baufläche in Richtung Nordwesten verlagert werden.

Außerdem besteht seit langem der Wunsch, das Freizeitangebot für Jugendliche im Gemeindegebiet zu ergänzen. Es ist geplant, auf einer etwa 5700 Quadratmeter großen Fläche südlich des Hauptortes nahe dem Bauhof eine Freizeitfläche für Jugendliche anzulegen.

Die geplanten Nutzungen entsprechen nicht den Darstellungen des rechtswirksamen Flächennutzungsplans , weshalb eine Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich wird.

Die beiden Anpassungen sollen in einer gemeinsamen Flächennutzungsplanänderung behandelt werden. Der Änderungsbereich A umfasst die geänderte Darstellung des Gewerbegebietes. Der Änderungsbereich B betrifft die Darstellung einer Gemeinbedarfsfläche mit der Zweckbestimmung Sport und Spiel. Der Geltungsbereich des Änderungsbereichs A umfasst eine Gesamtfläche von 32 564 Quadratmetern.

Steffen Schaub (FW) und Christian Jung (MFG) plädierten für eine Erweiterung der Fläche, da diese sowieso im Besitz der Gemeinde sei. „Die Fläche kann jederzeit wieder rausgenommen werden, wir sind in der Vorentwurfsplanung“, sagte die Planerin dazu.

Zwei Beschlüsse

Um eine Erweiterung gab es eine rege Diskussion, denn der Bauhof hat bereits Lagerflächen eingerichtet. Am Ende sah sich der Bürgermeister gezwungen, zwei Beschlussvorschläge zu unterbreiten. Für eine Erweiterung stimmten neun Mitglieder des Gremiums und sechs Räte lehnten sie ab. Also wird die Erweiterung aufgenommen. Für den zweiten Beschluss, die Änderung des Flächennutzungsplanes, stimmten 13 Gemeinderäte und zwei lehnten sie ab.