„Wer sagt, dass man die Welt nicht verändern kann?“ So lautet eine zentrale Frage des „Earth Day“. Er wird von zahlreichen Veranstaltungen auf der ganzen Welt begleitet. So hatte auch die Stadt Herzogenaurach zu Aktionen eingeladen und pflanzte Freundschaftsbäume, denn in diesem Jahr feiert Herzogenaurach 50 Jahre Städtepartnerschaft mit der Stadt Kaya in Burkina Faso. Das Motto „Freundschaft schlägt Wurzeln“ nahm das Team vom Earth-Day-Herzogenaurach zum Anlass, Bäume in den Schulhöfen zu pflanzen.

Bei der Pflanzung an der Mittelschule konnte Bürgermeister German Hacker nicht nur die Klasse 6a mit Klassenlehrerin Carola Hafeneder sowie weitere Lehrkräfte begrüßen, sondern Vertreter Herzogenauracher Firmen, die schon seit Jahren den Earth Day unterstützen. So griffen bei bestem Regenwetter nicht nur Bürgermeister, Umweltschutzbeauftragte Mignon Ramsbeck-Ullmann und die Umweltbeauftragte Monika Preinl zur Schaufel, sondern auch die Vertreter von Yaskawa Europe GmbH, Adidas , Schaeffler, Proleit, Puma und der Fachklinik.

Zuvor stellte der Bürgermeister den Klimawandel in den Mittelpunkt seiner Ansprache und Friedrich Bayer, Leiter der Stadtgärtner referierte über Baumsorten und erinnerte an die letzten trockenen Jahre mit gravierenden Folgen für die Natur.

Geocaching und Waldbaden

Zudem luden die Grundschulen Herzogenaurach und Niederndorf wieder zu verschiedenen Aktionen ein, die die Themen Wald, Bäume und Klimawandel aufgreifen. So wird es vom 26. April bis 4. Mai eine Neuauflage der Geocaching-Tour geben, die dieses Mal durch die Weihersbachanlagen und den Dohnwald führt. Die Geocaching-Tour ist für alle Altersstufen geeignet und kann sowohl im Klassenverband als auch mit den Eltern absolviert werden kann. An jeder Station gilt es, eine Frage zu beantworten und mittels eines Buchstabenpuzzles ein Lösungswort herauszufinden. Unter allen Einsendern werden Preise verlost.

Die Waldpädagogen des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth-Uffenheim (Walderlebniszentrum Tennenlohe) laden zu einem Workshop ein und erklären den Schülern die Funktionen der Waldbäume im Klosterwald. Wie wächst ein Baum und was kann man aus seinem Holz machen? Wie kann man einen gesunden von einem kranken Baum unterscheiden und warum sterben Bäume? Wer zimmert die Löcher in die Bäume und wer lebt darin? Diese und viele andere Fragen sind die Grundlage für eine spannende Entdeckertour durch den Wald.

Beim Waldbaden mit der Pädagogin Alexandra Thiele geht es um einen achtsamen Umgang mit der Natur und einen gesundheitsfördernden Waldaufenthalt. Neben Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen wird mit Spielen und künstlerischen Aktionen gearbeitet. Auch versteckte Waldbewohner des Dohnwaldes können mit den Waldpädagoginnen des Generationenzentrums Herzogenaurach entdeckt werden.

Spannendes über das bayernweite Projekt BayTreeNet wird Professor Achim Bräuning von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg berichten und einen „Talking Tree“ auf dem Gelände des Walderlebniszentrums Erlangen vorstellen. Wie wirkt sich die Witterung auf das Wachstum von Waldbäumen aus? Reagieren verschiedene Baumarten unterschiedlich auf Wetterextreme ? Und was bedeutet der Klimawandel für das Wachstum der Bäume und die Zusammensetzung der Wälder in der Zukunft? Solche Fragen beschäftigen das Projekt, das über Bayern verteilt die Auswirkungen des Wetters auf das Wachstum von Waldbäumen beobachtet, unter anderem am Standort Tennenlohe nahe Erlangen, der im Rahmen des Earth Day besucht wird.