Zu einem Zoo ähnlichen Gelände entwickelte sich am Sonntagnachmittag der Höchstadter Kirchplatz. Über 60 Hunde, Katzen, Kaninchen, Ziegen und eine stattliche Anzahl von Pferden folgten mit ihren Haltern der Einladung zur Tiersegnung.

Passend zum Schöpfungsgedenktag des Erntedankfestes würdigten die Geistlichen die „Mitgeschöpfe des Menschen“. Erstaunlich, wie ruhig und friedlich die unterschiedlichen Tierarten auf dem Kirchplatz das Geschehen über sich ergehen ließen. In ihrer Ansprache zeichnete Pastoralreferentin Monika Urbasik ein Bild vom guten Hirten, „ein Bild, das Jesus auf sich bezog“.

Der Grund, Tiere zu achten, liegt nach Ansicht Urbasiks in deren Treue und Vertrauenswürdigkeit. Zudem könne man im Gegensatz zu manchem Mitmenschen sicher sein, dass „ein Tier nach empfangenen Streicheleinheiten sich nicht umdreht und schlecht redet“. Von tierischer Treue und Disziplin könnten Menschen vielfach lernen.

Nach der Segnung erhielten alle Zwei- und Vierbeiner aus den Händen von Stadtpfarrer Kilian Kemmer , Pater Wolfgang Schumacher und Pastoralreferentin Monika Urbasik ein Franziskus-Kreuz zur Erinnerung. Der populäre italienische Heilige Franziskus von Assisi pflegte eine ausgeprägte Wertschätzung der Tiere als Teil der Schöpfung. nr