Evi Seeger

Zahlreiche Bau- und Planungsangelegenheiten mussten im Schlüsselfelder Stadtrat in der jüngsten Sitzung abgearbeitet werden. Neben zwei Bauanträgen galt es, sechs verschiedene Verfahren für Bauleitplanungen oder Änderungen des Flächennutzungsplans zu behandeln. Ingenieur Michael Dworschak vom Bamberger Büro für Städteplanung ( BFS ) hatte die erforderliche Vorarbeit geleistet. Dennoch zog sich die Besprechung des Stadtrats in die Länge, da viele im Rahmen der öffentlichen Auslegung eingegangene Stellungnahmen abzuwägen waren.

Erweiterungsbau für Büros

Als Satzung beschlossen wurde der Bebauungsplan „Bergstraße“ in Aschbach. Im Berggebiet zwischen Feriendorf und der ehemaligen Gastwirtschaft werden durch den Bebauungsplan drei Baurechte für Wohnhäuser ausgewiesen. Die Fläche gehöre nicht der Stadt, sondern sei im Eigentum eines Unternehmens, teilte Bürgermeister Johannes Krapp mit. Mit dem Satzungsbeschluss wurde ebenso die Änderung des Bebauungsplans „Tannenberg und Am Weinberg“ in Schlüsselfeld beendet. Das in der Stadt ansässige Unternehmen Dennert-Poraver plant dort auf seinem eigenen Gelände einen Erweiterungsbau für Firmenbüros.

Zehn Baurechte in Elsendorf

Zehn neue Baurechte weist die Stadt mit dem zweiten Abschnitt des Baugebiets „Am Zehntfeld“ im Ortsteil Elsendorf aus. Der vom Planer Dworschak vorgelegte Entwurf des Bebauungsplans wurde vom Ratsgremium gebilligt. Die Planung muss nun einen Monat lang zur allgemeinen Einsicht ausgelegt werden. Das Planungsbüro wurde beauftragt, das Beteiligungsverfahren durchzuführen.

Die Bauleitplanung für die Erweiterung des Gewerbegebiets Aschbach West I wurde ebenfalls abgeschlossen. Die in Aschbach ansässigen Unternehmen Concorde und Frankenstolz wollen dort ihre Betriebe erweitern. Bei den beiden Unternehmenserweiterungen handle es sich um den Bau von Produktions- und Logistikhallen. Die Umwandlung der rund 3,8 Hektar umfassenden Fläche in ein Gewerbegebiet machte die Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes der Stadt notwendig.

Koppel für kranke Pferde

Eine weitere Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes wurde im Ortsteil Thüngbach notwendig. Eine bislang für die Landwirtschaft ausgewiesene Fläche soll damit in ein „Sondergebiet Pferdehaltung “ umgewandelt werden. Eine Tierärztin möchte einen ehemaligen Bauernhof in Thüngbach als Therapieeinrichtung mit Koppel für kranke Pferde nutzen.

Der Entwurf zur Änderung des Flächennutzungsplans wurde in der vorgelegten Fassung gebilligt. Nun muss die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange erfolgen.