Manfred Welker

Bei der Generalversammlung der Waldcorporation Herzogenaurach-Welkenbach wurde Rückblick auf das Jahr 2021 gehalten: Der Holzpreis steigt, und im vergangenen Jahr haben die Wälder ausreichend Wasser bekommen.

Michael Welker, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, gab einen Rückblick. Trotz der schwierigen Umstände konnte am 28. Juli 2021 die Generalversammlung mit Wahlen stattfinden. Im vergangenen Jahr wurden die Sitzungen des Verwaltungsrats sowohl in Präsenz als auch online abgehalten.

Zum Glück, so der Vorsitzende, hatte das Wetter 2021 mehr Feuchtigkeit für den Wald parat, der außerdem von den Frühjahrsstürmen verschont geblieben ist. 2021 wurde mit 1500 Festmetern weniger Holz eingeschlagen, als vorgesehen war. Davon wurden an Recht-holz etwa 200 Ster abgegeben.

Eine positive Nachricht war auch, dass seit dem letzten Jahr der Holzpreis steigt. Welker forderte die Anwesenden dazu auf, bei ihren Besuchen in den drei Korporationswäldern aufmerksam Verstöße zu registrieren und die Mitglieder des Aufsichtsrats zu informieren.

Nur zwei Zeitfenster

Auch Schatzmeister Alexander Dickas gab einen Überblick über das vergangene Jahr. Da nur zwei Zeitfenster zum Holzeinschlag genutzt werden konnten, erzielte man nur die Hälfte des möglichen Holzes, so dass die Jahresbilanz mit einem leichten Minus schloss.

„Die Buchführung befindet sich in einem einwandfreien Zustand“, ließen die Kassenprüfer Michael Schmidt und Roland Stopfer verlauten, und dadurch konnte der Verwaltungsrat entlastet werden. Die beiden Kassenprüfer wurden außerdem in ihrem Amt bestätigt.

Für den Förster Fabian Grziwa war 2021 „endlich ein Jahr mit auskömmlichem Niederschlag“. Neu war, dass Tannen auf 800 Quadratmetern ohne Schutz als Versuch gepflanzt wurden. Es wurden auch sechs Zäune auf 1,5 Hektar im Birkenbühl gebaut. Zum Thema Biotopbäume und Totholz im Wald sagte er: „Als Fledermaus oder Specht kann man es in der Waldcorporation aushalten!“

Die Wälder müssen dringend verjüngt werden. Zehn Hektar sind dafür angestrebt, davon sind fünf Hektar schon geschafft. Zu den Pflichtaufgaben gehören die Wegepflege und der Vertragsnaturschutz.

Heike Grumann, Revierleiterin im Forstrevier Herzogenaurach , plant einen Baumartenpfad mit Simone Voit vom Generationenzentrum. Außerdem können fünf Totholzbäume je Hektar gefördert werden.

Verjüngung durch alte Eichen

Die Herzogenauracher Wälder kennt Reiner Seifert vom Amt für Landwirtschaft und Forsten seit langer Zeit. „Die Waldcorporation hat schon immer gut gewirtschaftet“, hielt er in seinem Rückblick fest. Die alten Eichen in den Corporationswaldungen sorgten für eine Verjüngungsdynamik, sagte er.